Die Schwyzer Bildhauerin Sibylle Schindler stellt bis zum 31. Oktober 2027 insgesamt 34 Skulpturen auf der Halbinsel in Wasserburg am Bodensee aus. Die Ausstellung wurde zum Auftakt des 80. Geburtstags der Künstlerin inszeniert und ist öffentlich zugänglich.
Langfristige Präsentation am Wasser
Die Werke verteilen sich auf der Halbinsel und integrieren das Uferareal; ein Stück mit dem Titel «Zeitzeugen» steht unmittelbar am Wasser. Die freistehenden Skulpturen bieten Passantinnen und Passanten die Möglichkeit, Bildhauerei im offenen Raum zu erleben und die Landschaft am Bodensee als Ausstellungsraum zu nutzen. Für Besucher aus dem Kanton Schwyz bedeutet dies eine leicht erreichbare Dauerinstallation, die sich auch für wiederholte Besuche im Jahresverlauf eignet.
Finanzierung und kommunaler Spardruck
Die Ausstellung wurde von der Künstlerin eigenständig finanziert. Hintergrund dafür ist, dass die Gemeinde Wasserburg einen Sparplan verabschiedet hat, in dessen Folge Kulturmittel gekürzt wurden. Weil die öffentlichen Mittel nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung standen, entschied sich die Innerschwyzer Bildhauerin, die Kosten selbst zu tragen, um die Schau realisieren zu können.
- Anzahl Werke: 34
- Laufzeit: bis 31. Oktober 2027
- Ort: Halbinsel Wasserburg, Uferbereich am Bodensee
- Finanzierung: privat durch die Künstlerin (nach Kürzung kommunaler Kulturmittel)
Bedeutung für lokale Kultur und Besucher
Die Initiative zeigt zwei relevante Aspekte: Einerseits unterstreicht sie das Engagement lokaler Kulturschaffender, Ausstellungen auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen durchzuführen. Andererseits wirft sie Fragen zur Kulturförderung in Gemeinden auf, die angesichts von Sparprogrammen Leistungen reduzieren müssen. Für die Bevölkerung des Kantons sind solche Open-Air-Angebote zugänglich und bieten eine kulturelle Ergänzung zu städtischen Museen.
| Element | Angaben |
|---|---|
| Künstlerin | Sibylle Schindler |
| Werke | 34 |
| Ort | Halbinsel Wasserburg (Bodensee) |
| Laufzeit | bis 31. Oktober 2027 |
| Finanzierung | privat (durch die Künstlerin) |
Praktische Hinweise: Die Halbinsel ist öffentlich zugänglich; für detaillierte Besuchszeiten, Führungen oder zusätzliche Informationen zu einzelnen Werken empfiehlt sich eine Nachfrage bei den Organisatoren vor Ort oder beim lokalen Tourismusbüro. Die lange Laufzeit bis Herbst 2027 ermöglicht Besuche zu verschiedenen Jahreszeiten, was unterschiedliche Wahrnehmungen der Skulpturen in Bezug auf Licht und Umgebung zulässt.
Die Ausstellung verdeutlicht ausserdem, wie lokales Kulturleben von der Bereitschaft einzelner Akteure abhängt, finanzielle Lücken zu überbrücken. Solche Projekte schaffen Sichtbarkeit für regionale Künstlerinnen und Künstler und bieten der Bevölkerung einen direkten Zugang zu zeitgenössischer Kunst in der Landschaft.