Starker Jahrgang: Abschlusszahlen und Perspektiven
Im Schuljahr 2026 haben im Kanton Luzern 3655 Lernende ihre berufliche Grundbildung erfolgreich abgeschlossen. Die Luzerner Bildungsbehörden melden eine Erfolgsquote von 94,1 Prozent, womit ein Grossteil der Prüfungsantritte positiv beendet wurde. Ausserordentliche Leistungen wurden mit 342 Ehrenmeldungen belohnt; zudem erhielten 723 Absolventinnen und Absolventen ein Berufsmaturitätszeugnis, das den Zugang zu Fachhochschulen eröffnet.
Unterschiedliche Wege zur Berufsmaturität
Die Abschlussfeiern zeigten die Vielfalt der Bildungswege: Neben traditionellen Vollzeitangeboten wurden insbesondere berufsbegleitende Modelle gewürdigt. Am Berufsbildungszentrum Bau und Gewerbe (BBZB) etwa feierten Berufsmaturandinnen und -maturanden ihren Abschluss in unterschiedlichen Modellen, darunter das relativ junge BM-SEK+-Modell, berufsbegleitende Lehrgänge und Vollzeitvarianten. Diese Angebote ermöglichen es Jugendlichen, Berufspraxis und weitere Schulbildung zu kombinieren und damit frühzeitig Anschluss an tertiäre Ausbildungsgänge zu finden.
Würdigung und Zitat
«Heute steht die Welt für einen Moment still»
Rektorinnen und Rektoren sowie Verbandsvertreter hoben in ihren Ansprachen die Leistung und den Mut der Absolventinnen und Absolventen hervor. Rektorin Miriam Huwiler lobte die Lernenden des BM-SEK+-Modells für ihre Entscheidung, früh eine anspruchsvolle Route zu wählen. Jérôme Martinu, Direktor des KMU- und Gewerbeverbands Kanton Luzern, bezeichnete die Initiative «Not Ordinary» als Ausdruck, dass aussergewöhnliche Leistungen oft dort entstehen, wo neue Wege eingeschlagen werden.
Organisation und Prüfungsaufwand
Für die Durchführung der Prüfungen standen rund 3800 Prüfungsexpertinnen und -experten im Einsatz. Sie leisteten zusammen mehr als 120'000 Arbeitsstunden, um reibungslose und faire Qualifikationsverfahren zu gewährleisten. Solche Zahlen verdeutlichen den organisatorischen Aufwand hinter den Abschlüssen und die Breite der beteiligten Fachpersonen.
Konsequenzen für Lernende und Arbeitsmarkt
Die Abschlüsse 2026 öffnen für viele junge Luzernerinnen und Luzerner unmittelbar den Einstieg in das Erwerbsleben; für jene mit Berufsmaturität bestehen zudem klare Perspektiven für weiterführende Studien an Fachhochschulen. Arbeitgeber profitieren von einem gut ausgebildeten Nachwuchs, wobei die unterschiedlichen Bildungswege — etwa berufsbegleitend erworbene Maturitätsabschlüsse — die Vereinbarkeit von Arbeit und Weiterbildung stärken.
- Gesamtabschlüsse: 3655
- Erfolgsquote: 94,1 %
- Ehrenmeldungen: 342
- Berufsmaturitäten: 723
- Prüfungsexpertinnen/-experten: rund 3800
| Indikator | Zahl 2026 |
|---|---|
| Lehrabschlüsse | 3655 |
| Erfolgsquote | 94,1 % |
| Ehrenmeldungen | 342 |
| Berufsmaturitäten | 723 |
Für Eltern, Betriebe und Schulen zeigt das Ergebnis, dass die Luzerner Berufsbildung robust aufgestellt ist: Hohe Abschlussquoten, ein beträchtlicher Anteil an Berufsmaturandinnen und -maturanden sowie umfangreiche Prüfungsressourcen deuten auf ein funktionierendes System hin. Ebenso wichtig bleibt die Begleitung der Absolventinnen und Absolventen beim Übergang in Ausbildung und Arbeit, damit die erreichten Qualifikationen auch langfristig in Beschäftigung und Weiterbildung münden.