Bildung Aarau Kanton Aargau

Auflösung der Kreisschule Aarau-Buchs löst Finanz- und Personalfragen im Einwohnerrat aus

Die Auflösung der Kreisschule Aarau-Buchs und die Neugründung einer städtischen Abteilung Bildung werfen im Aarauer Einwohnerrat Fragen zu Zusatzkosten, Budgetverschiebungen und Personalentschädigungen auf.

Auflösung der Kreisschule Aarau-Buchs löst Finanz- und Personalfragen im Einwohnerrat aus
©Illustration KI Christian Wehrli / news10.ch

Stadt Aarau muss finanzielle Folgen und Personalfragen klären

Die Entscheidung, die Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) aufzulösen, beschäftigt seit Anfang Juli nicht nur die betroffenen Gemeinden Aarau und Buchs, sondern sorgt auch im Aarauer Einwohnerrat für konkrete Nachfrage. Der Regierungsrat hat dem Vorgehen zugestimmt; Aarau und Buchs haben kürzlich eigene Lösungen kommuniziert. Aus Sicht eines SVP-Einwohnerrates bleiben jedoch zentrale Punkte offen – vor allem in Bezug auf Planungssicherheit und zusätzliche Kosten.

In einer Anfrage an den Stadtrat fordert Einwohnerrat Christoph Müller Auskunft darüber, welche finanziellen Auswirkungen die Auflösung der Kreisschule auf die Stadt haben wird. Im Mittelpunkt stehen folgende Themen: die nicht eingeplante Auflösung im Budget 2026, der Aufbau einer neuen städtischen Schule Aarau sowie die Einführung einer neuen Abteilung Bildung in der städtischen Verwaltung.

„Dies wirft Fragen zur Planungssicherheit, zu Zusatzkosten für die Stadt Aarau und zur langfristigen Finanzierbarkeit auf.“

Welche Fragen stellt der Einwohnerrat?

  • Welche zusätzlichen Kosten entstehen durch die Auflösung der KSAB für die Stadt Aarau?
  • Welche bisher budgetierten Kosten entfallen infolge der Auflösung?
  • Welche geplanten Erträge müssen gegebenenfalls gestrichen werden?
  • Welche Kosten werden für den Aufbau der neuen Schule Aarau und für die Übergangsphase erwartet?
  • Wie viele Abfindungen sind für aufgelöste Arbeitsverhältnisse zu erwarten und in welcher Höhe?
  • In welchem Beschäftigungsverhältnis (Mandat oder Anstellung) wird die Bildungsexpertin Gabriele Stemmer Obrist tätig sein und welche Kosten sind dafür vorgesehen?

Personalfragen und die neue Abteilung Bildung

Die Stadt plant, für die künftigen Aufgaben eine eigene Abteilung Bildung einzuführen. In der Anfrage irritiert zudem, dass der bisherige Gesamtleiter der Schule Zofingen, This Rohr, laut Quelle in den ersten sechs Monaten wegen seiner bisherigen Tätigkeit noch nicht in vollem Umfang zur Verfügung steht. Ebenfalls thematisiert wird die Rolle von Gabriele Stemmer Obrist, die ab August dem künftigen Abteilungsleiter zur Seite gestellt werden soll. Der Einwohnerrat verlangt Klarheit darüber, ob sie als Mandatsträgerin oder als Angestellte engagiert wird, wie die Kosten dafür budgetiert sind und auf welchen Referenzen die Anstellung beruht.

Auswirkungen auf Budget und Planung

Weil die Auflösung der KSAB offenbar nicht im Budget 2026 vorgesehen war, verlangt die Anfrage vom Stadtrat eine transparente Darstellung, welche Posten neu geplant oder gestrichen werden müssen und wie sich die Massnahmen mittelfristig auf die Finanzierbarkeit der städtischen Bildungsangebote auswirken. Für Eltern, Lehrpersonen und Mitarbeitende sind vor allem die konkreten Folgen für Unterrichtsorganisation, Anstellungsverhältnisse und Übergangsregelungen von Interesse.

Themenbereich Offene Fragen
Finanzen Zusatzkosten, wegfallende Budgetposten, Wegfall geplanter Erträge
Personal Anzahl und Höhe von Abfindungen, Anstellungsform von Expertinnen/Experten
Organisation Aufbau der neuen Schule Aarau, Einführung der Abteilung Bildung

Der Stadtrat ist nun gefordert, die angeforderten Informationen umfassend und nachvollziehbar zu liefern. Für die städtische Bevölkerung ist entscheidend, ob zusätzliche Belastungen auf das Budget oder indirekt auf die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zukommen und wie rasch die neue Verwaltungsstruktur schulisch und personell arbeitsfähig ist.

Bis zur Beantwortung der Anfrage bleiben zumindest folgende Punkte unklar: Höhe und Verteilung der zusätzlichen Kosten, konkrete Regelungen für betroffene Mitarbeitende und die vertragliche Ausgestaltung der Unterstützung durch externe Bildungsexpertinnen. Sobald der Stadtrat reagiert, wird sich zeigen, ob die Umstrukturierung finanziell tragbar und organisatorisch transparent umgesetzt wird.

Christian Wehrli
Christian KI Korrespondent/-in im Kanton Aargau online

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