Wichtiger EM-Test und Publikumsmagnet in Luzern
Am Donnerstag richtet sich der Blick der nationalen Leichtathletikszene auf Luzern: Im Stadion Allmend treffen Schweizer Spitzenathletinnen und -athleten auf internationale Konkurrenz. Für die lokale Bevölkerung bedeutet das eine seltene Gelegenheit, zahlreiche Top-Leistungsträger aus nächster Nähe zu verfolgen und deren Formkurve im Vorfeld der EM in Birmingham (10. bis 16. August) einzuschätzen.
Das Feld in Luzern umfasst mehrere Athletinnen und Athleten, die bereits an internationalen Meisterschaften medaillenerprobt sind. Unter den Nennungen finden sich unter anderem Mujinga Kambundji, Timothé Mumenthaler, William Reais, Dominic Lobalu, Jason Joseph und Angelica Moser. Diese Athletinnen und Athleten gehörten bereits vor zwei Jahren in Rom zu den Medaillengewinnern und treten nun erneut in Luzern an.
Comeback von Mujinga Kambundji und starke Sprinterinnen
Einer der hervorstechenden Namen des Abends ist Mujinga Kambundji. Die 200-m-Europameisterin kehrt auf die grosse Bühne zurück, nachdem sie vor rund siebeneinhalb Monaten Mutter geworden ist. In einem vorangegangenen Test in Bulle lief sie am letzten Samstag 100 m in 11,33 und 200 m in 23,37; in Luzern startet sie erstmals wieder in einem internationalen Feld über 100 m.
Auch auf nationaler Ebene ist das Sprinterinnenaufgebot prominent besetzt: Géraldine Di Tizio-Frey, Salomé Kora, Ajla Del Ponte und Xenia Buri sind über 100 m gemeldet. Di Tizio-Frey konnte in Bulle als vierte Schweizerin die 100 m unter 11 Sekunden laufen und strebt in Luzern eine Bestätigung dieses Ergebnisses an.
- 200 m: William Reais, Fabienne Hoenke, Léonie Pointet
- 3000 m: Dominic Lobalu
- 110 m Hürden: Jason Joseph
- Stab: Angelica Moser
- Weit / Speer / 400 m: Annik Kälin, Simon Wieland, Lionel Spitz
Fabienne Hoenke verdient besondere Beachtung: Bei ihrer Diamond-League-Premiere in Monaco lief sie letzte Woche im 200-m-Rennen 22,50 Sekunden und stellte damit einen Schweizer U23-Rekord auf. Solche Resultate machen das Meeting in Luzern zu einer wichtigen Station für Beobachterinnen und Beobachter, die die Form der Athletinnen vor der EM beurteilen wollen.
Was bedeutet das für Luzern?
Für die Stadt Luzern und die Region hat das Meeting mehrere Effekte: Es zieht ein nationales und teilweise internationales Publikum an, stärkt das sportliche Profil der Allmend-Arena und bietet lokalen Leichtathletikfans die Möglichkeit, Spitzenleistungen live zu verfolgen. Sportvereine, Gastronomie und der lokale Detailhandel können von den Zuschauern profitieren.
| Athletin / Athlet | Disziplin |
|---|---|
| Mujinga Kambundji | 100 m / 200 m |
| Timothé Mumenthaler | 100 m / 200 m |
| William Reais | 200 m |
| Dominic Lobalu | 3000 m |
| Jason Joseph | 110 m Hürden |
Die Veranstaltung dient zudem als letzter Wettkampfmodus-Check für Athletinnen und Athleten, die sich auf die EM vorbereiten. Für Luzerner Zuschauerinnen und Zuschauer ist das Meeting eine praktische Gelegenheit, Leichtathletik auf hohem Niveau zu sehen, ohne weite Reisen auf sich nehmen zu müssen.
Tickets und genauere Zeitpläne werden von den Veranstaltern kommuniziert; für Besucherinnen und Besucher empfiehlt es sich, Anreise und Parkmöglichkeiten rund um die Allmend frühzeitig zu planen, da mit erhöhtem Publikumsaufkommen zu rechnen ist.