Bei einer ganztägigen Einsatzübung in Bremen haben 21 Mitglieder der Jugendfeuerwehr zusammen mit fünf Kindern des Jugendrotkreuzes eine realitätsnahe Menschenrettung geprobt. Ziel der Veranstaltung war es, junge Einsatzkräfte mit Abläufen, Kommunikation und dem Umgang mit Stresssituationen vertraut zu machen, die auch im Ernstfall auftreten können.
Übungsszenario und Ablauf
Auslöser der Übung war ein simuliertes Fehlverhalten im Rathaus, wo ein Brandmelder anschlug und später Rauchentwicklung im Kellergeschoss festgestellt wurde. Die Alarmstufe wurde daraufhin erhöht: "Gebäudebrand im Rathaus, drei Personen werden vermisst." Parallel meldete die Einsatzleitung eine weitere Lagemeldung: ein beißender Geruch im Obergeschoss.
- Teilnehmende: 21 Jugendliche der Jugendfeuerwehr (Alter 12–17 Jahre) und 5 Kinder vom Jugendrotkreuz.
- Szenario: Gebäudebrand, drei vermisste Personen, zusätzliche Geruchsbelästigung im Obergeschoss.
- Aufgaben: Personenrettung, Innenangriff mit Atemschutz, Betreuung der Verletzten durch das Jugendrotkreuz, Funkkommunikation und Leitung durch jugendliche Führungskräfte.
Die ersteintreffenden Kräfte organisierten sich vor dem Rathaus, legten Schläuche und begannen mit der Betreuung der Statisten. Angriffsgruppen rüsteten sich mit Atemschutzgeräten, Axt und Schlauch aus; zwei Jugendliche bildeten das Einsatzteam, das ins Gebäude vorrückte und per Funk mit dem von Jugendlichen gestellten Gruppenführer verbunden blieb.
„Sie sollen auf diese Weise ihre Erfahrungen sammeln. Wir stehen unterstützend zur Seite“, sagte Lukas Schrage von der Jugendfeuerwehr.
Lernziele und Bedeutung
Der 24-Stunden-Tag verfolgt mehrere pädagogische und operative Ziele: Praxisorientiertes Training, Stärkung der Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten sowie die Förderung des besonnenen Handelns unter Druck. Für die Jugendlichen bedeutet die Übung eine Gelegenheit, standardisierte Abläufe anzuwenden und sich mit den physischen und psychischen Anforderungen von Einsätzen vertraut zu machen.
Die Beteiligung des Jugendrotkreuzes ergänzt das Szenario durch die medizinische Erstversorgung und zeigt die Bedeutung organisationsübergreifender Zusammenarbeit bereits in der Ausbildung. Solche gemeinsamen Übungen tragen dazu bei, dass ehrenamtliche Nachwuchskräfte später effizient und koordiniert in realen Lagen reagieren können.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmende Jugendfeuerwehr | 21 |
| Teilnehmende Jugendrotkreuz | 5 |
| Alter der Jugendlichen | 12–17 Jahre |
Für Kommunen und Einsatzorganisationen ist die frühzeitige Einbindung junger Freiwilliger in realistische Trainingsszenarien ein zentraler Baustein zur Sicherstellung künftiger Einsatzbereitschaft. Solche Übungen erhöhen nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern fördern auch die Motivation und das Vertrauen der Jugendlichen in ihre eigenen Fähigkeiten.