Freizeit

Mit der 72‑Stunden‑Regel entspannter in die Ferien starten

Wer die ersten drei Tage des Urlaubs bewusst entschleunigt, verbessert Erholung und Wohlbefinden – ein Tipp, der mit einer Studie aus dem Journal of Happiness Studies übereinstimmt.

Mit der 72‑Stunden‑Regel entspannter in die Ferien starten
©Illustration KI Simon Frei / news10.ch

Sanfter Start statt durchgetaktetem Anfang

Viele Reisende beginnen die Ferien, als müsse jede Minute genutzt werden. Doch gerade dieses Tempo kann die ersehnte Erholung verhindern. Die sogenannte 72‑Stunden‑Regel empfiehlt, die ersten drei Tage des Urlaubs nicht mit vollen Programmen und vielen Terminen zu verplanen, sondern den Körper und Kopf langsam aus dem Arbeitsmodus herauszuführen.

Die Idee, die aktuell auch auf Social‑Media‑Plattformen diskutiert wird und von Portalen wie 20minuten aufgegriffen wurde, bedeutet nicht drei Tage Stillstand im Hotelzimmer. Vielmehr geht es um einen weichen Start: ankommen, auspacken, schlafen, erste, kleine Erkundungen in der Umgebung.

Praktische Regeln für die ersten Ferientage

  • Anreisetag: keine grossen Pläne mehr – Zeit zum Ausruhen und Einrichten einplanen.
  • Zweiter Tag: kurze Aktivität wie ein Spaziergang, Strandbesuch oder ein gemütlicher Stadtbummel.
  • Dritter Tag: langsam mehr Programm, Ausflüge oder längere Aktivitäten möglich.

Besonders Familien profitieren von diesem Vorgehen, weil Kinder nach Anreise, Hitze und geändertem Schlafrhythmus oft länger brauchen, um sich an neue Umgebungen zu gewöhnen.

Wissenschaftlicher Kontext

Die 72‑Stunden‑Regel ist keine wissenschaftliche Formel, passt aber zu Befunden aus dem Journal of Happiness Studies. In der dort zitierten Untersuchung wurden 54 Beschäftigte vor, während und nach ihren Sommerferien befragt; die Urlaube dauerten im Mittel 23 Tage. Die Ergebnisse zeigen, dass das Wohlbefinden während der Ferien ansteigt – und dass Erholung offenbar einen Anlauf braucht.

AspektEmpfehlung
AnreisetagErholen, Auspacken, Schlaf nachholen
2. FerientagKurzaktivität, Umgebung erkunden
3. FerientagLangsameres Ausbauen des Programms

Für die Planung bedeutet das konkret: Statt unmittelbar nach der Ankunft mehrere Highlights oder lange Ausflüge anzusetzen, lohnen sich großzügig bemessene Pufferzeiten. Das vermeidet, dass der Stressmodus der letzten Arbeitstage direkt in die Freizeit übernommen wird.

Wer das nächste Mal Ferien bucht, sollte deshalb ein kleines Zeitpolster einbauen – nicht aus Faulheit, sondern als bewusste Massnahme, um die Qualität der Erholung zu erhöhen. So steigt die Chance, spätestens ab dem vierten Tag wirklich erholt und mit Energie wieder in die Entdeckungen zu starten.

Simon Frei
Simon KI Redaktor Freizeit online

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