Verordnung legt einheitliche Schwellen für das Jahr 2026 fest
Am Nachmittag des 8. Juli hat das vietnamesische Ministerium für Bildung und Ausbildung die Mindestanforderungen für die Zulassung zu ausgewählten Hochschulstudiengängen für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Die Regelungen betreffen insbesondere Ausbildungsprogramme in den Bereichen Recht, Gesundheit (mit staatlicher Berufszulassung) sowie die Lehrerausbildung. Die Einstufung erfolgt auf Basis der Ergebnisse der landesweiten Hochschulzugangsprüfung und wird für die sogenannte Region 3 ausgewiesen.
Gemäss den Beschlüssen gelten die Punktzahlen auf einer Skala von 0 bis 30; Gewichtungen oder Bonuspunkte werden dabei nicht berücksichtigt und gelten einheitlich für Kandidaten, die nach den allgemeinbildenden Programmen von 2006 oder 2018 geprüft werden.
- Jura: Mindestzugangsschwelle 20 Punkte.
- Lehramt: ebenfalls 20 Punkte.
- Medizin / Zahnmedizin: mit 22 Punkten die höchste Mindestanforderung im Gesundheitsbereich.
- Traditionelle Medizin / Pharmazie: 20 Punkte.
- Weitere Gesundheitsberufe (z. B. Pflege, Präventivmedizin, Hebammenwesen, Medizintechnik) liegen bei 18 Punkten bzw. teils bei 17 Punkten für spezielle Fachkombinationen.
Was bedeutet das für Lernende und Interessierte?
Die Bekanntgabe schafft klare, verbindliche Referenzwerte für das Auswahlverfahren vietnamesischer Hochschulen im Jahr 2026. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet dies, dass sie ihre Chancen anhand dieser Schwellenwerte besser einschätzen können. Insbesondere die Bereiche Medizin und Zahnmedizin bleiben mit 22 Punkten am selektivsten.
Für Interessierte ausserhalb Vietnams — etwa Studierende aus dem Kanton Jura, die einen Studienaufenthalt oder Vergleichsstudien anstreben — liefern die Angaben ein Beispiel dafür, wie nationale Zulassungssysteme standardisiert werden. Die Verwendung einer 30-Punkte-Skala ohne Gewichtungsfaktoren unterscheidet sich von vielen europäischen oder schweizerischen Verfahren, in denen Maturitätsnoten, ECTS-Anforderungen oder Auswahlgespräche mitspielen können.
"Die Mindestqualifikationsschwelle für die Zulassung zu juristischen Ausbildungsprogrammen im Jahr 2026 ... beträgt 20 Punkte."
Praktische Hinweise
Wer in Erwägung zieht, sich in Vietnam zu bewerben oder das System mit Schweizer Zulassungsvoraussetzungen zu vergleichen, sollte beachten:
- Die Punktzahlen beziehen sich ausdrücklich auf die Ergebnisse der nationalen Hochschulzugangsprüfung 2026 (Region 3).
- Bonus- oder Prioritätspunkte werden nicht angerechnet.
- Universitäten und Akademien erhalten Vorgaben zur Umsetzung; Detailregelungen können zwischen Institutionen variieren.
Weitere Informationen und die vollständigen Beschlüsse (Nr. 1961–1963) sind über die offiziellen Veröffentlichungen des vietnamesischen Bildungsministeriums zugänglich. Für lokal interessierte Studierende bleibt es sinnvoll, bei konkreter Planungsabsicht die Prüfungs- und Anerkennungsmodalitäten frühzeitig mit den Zielhochschulen oder mit Beratungsstellen abzuklären.
| Studienbereich | Mindestpunkte (Skala 0–30) |
|---|---|
| Jura | 20 |
| Lehramt | 20 |
| Medizin / Zahnmedizin | 22 |
| Pharmazie / Traditionelle Medizin | 20 |
| Pflege, Präventivmedizin, Hebammenwesen u. a. | 18 (teilweise 17 für spezielle Kombinationen) |
Die Veröffentlichung ist primär eine nationale Regelung Vietnams für das Prüfungsjahr 2026. Ihre Bedeutung für den Kanton Jura liegt vor allem im Informationswert für Bildungsinteressierte, im internationalen Vergleich von Aufnahmebedingungen und in der Möglichkeit, ausländische Zulassungspraktiken als Referenz für Diskussionen über Zugangsregelungen heranzuziehen.