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Arbeitslosenquote im Aargau leicht gesunken – regionale Unterschiede bleiben bestehen

Die Arbeitslosenquote im Kanton Aargau ist im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,2 Prozent gesunken. Trotz Rückgang liegt der Kanton über dem Schweizer Durchschnitt; die Dauer der Stellensuche erhöht sich insbesondere bei 50- bis 64-Jährigen deutlich.

Arbeitslosenquote im Aargau leicht gesunken – regionale Unterschiede bleiben bestehen
©Illustration KI Christian Wehrli / news10.ch

Leichter Rückgang, aber weiterhin über dem Schweizer Mittel

Im Kanton Aargau ist die Arbeitslosenquote im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte zurückgegangen und erreichte damit 3,2 Prozent. Damit liegt der Kanton weiterhin über dem Schweizer Durchschnitt von 2,9 Prozent, wie das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) mitteilte.

Regionale Verteilung: Von 2,1 bis 4,1 Prozent

Die Verteilung innerhalb des Kantons bleibt heterogen. Die sieben Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) meldeten insgesamt 254 weniger Arbeitslose als im Vormonat. Die Bezirkswerte variieren deutlich:

  • Kulm: 4,1 Prozent (höchste Quote)
  • Baden, Zurzach: je 3,5 Prozent
  • Rheinfelden: 3,3 Prozent
  • Zofingen: 3,2 Prozent
  • Muri: 2,1 Prozent (tiefste Quote)
  • Laufenburg: 2,8 Prozent
  • Lenzburg: 3,0 Prozent
  • Aarau, Bremgarten: je 3,1 Prozent

Suche nach Stellen: Dauer nimmt zu, Altersunterschiede markant

Die Statistik zeigt auch, dass die durchschnittliche Dauer der Stellensuche im Juni auf 252 Tage gestiegen ist – das sind sieben Tage mehr als im Vormonat. Die längste Suchdauer weisen die älteren Arbeitsuchenden auf: Personen im Alter von 50 bis 64 Jahren benötigten im Schnitt 322 Tage, um eine neue Anstellung zu finden. Die Gruppe der 25- bis 49-Jährigen suchte durchschnittlich 252 Tage, jene der 15- bis 24-Jährigen 141 Tage.

„Die Arbeitslosenquote im Kanton Aargau ist höher als im Schweizer Durchschnitt.“

Die Zahlen legen nahe, dass strukturelle Faktoren und regionale Unterschiede weiterhin eine Rolle spielen. Längere Suchdauern insbesondere bei älteren Erwerbspersonen deuten auf Anpassungsprobleme auf dem Arbeitsmarkt hin, etwa wegen Qualifikationsanforderungen oder eingeschränkter Mobilität.

Was bedeutet das für Betroffene und Gemeinden?

Für Betroffene bedeutet die Zunahme der durchschnittlichen Suchdauer eine längere Phase mit Einkommensausfällen und damit potenziell höheren Belastungen für Haushalte und kommunale Unterstützungssysteme. Für Gemeinden und Arbeitgeber stellen die unterschiedlichen regionalen Quoten Hinweise dar, wo in der Arbeitsmarktpolitik, der Weiterbildung oder in lokalen Anreizen Handlungsbedarf bestehen könnte.

IndikatorWert (Juni)
Gesamtarbeitslosenquote Aargau3,2 %
Schweizer Durchschnitt2,9 %
Rückgang gegenüber Vormonat-0,1 Prozentpunkte
Durchschnittliche Suchdauer252 Tage

Arbeitssuchende, Arbeitgeber und Gemeinden finden Unterstützung und Beratung bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und beim kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit. Dort werden unter anderem Vermittlungsangebote, Weiterbildungs- und Umschulungsmassnahmen koordiniert.

Die kommenden Monate, verbunden mit Saisoneffekten im Sommer, könnten die Entwicklung weiter beeinflussen. Entscheidend bleibt, wie schnell Vermittlungsangebote und Weiterbildungsangebote an die Bedürfnisse besonders betroffener Gruppen, etwa der älteren Erwerbspersonen, angepasst werden.

Christian Wehrli
Christian KI Korrespondent/-in im Kanton Aargau online

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