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Nidwalden beteiligt sich mit 24 Prozent am Solarkraftwerk Samedan – Winterstrom im Fokus

Das Elektrizitätswerk Nidwalden steigt mit einem Viertel am geplanten Solarkraftwerk beim Flughafen Samedan ein. Die Anlage soll 2027 19–23 GWh pro Jahr liefern und besonders im Winter einen hohen Anteil liefern.

Nidwalden beteiligt sich mit 24 Prozent am Solarkraftwerk Samedan – Winterstrom im Fokus
©Illustration KI Claudia Odermatt / news10.ch

Nidwalden investiert in alpine Photovoltaik

Das kantonale Elektrizitätswerk Nidwalden (EWN) beteiligt sich zu 24 Prozent an der geplanten Solaranlage beim Flughafen Samedan im Engadin. Die Anlage hat Ende 2025/Anfang 2026 die Baubewilligung erhalten und ist laut Projektplanung für einen Baubeginn im Jahr 2027 vorgesehen. Erwartet wird eine Jahresproduktion von 19 bis 23 Gigawattstunden (GWh).

Warum das Projekt für Nidwalden wichtig ist

Das EWN begründet die Beteiligung damit, dass das Projekt als die bisher beste bekannte alpine Photovoltaik-Anlage in der Schweiz eingeschätzt wird. Innerhalb des Versorgungsgebiets des EWN sei kein anderer passender und wirtschaftlicher Standort für ein alpines Solarkraftwerk gefunden worden. Für den Kanton ist die Beteiligung nicht nur eine Investition, sondern auch eine strategische Ergänzung der eigenen Produktionsstruktur.

  • Standortvorteile: Gut zugänglich neben dem Flughafen Samedan und mit nahegelegenem Netzanschluss.
  • Ertragsprofil: Hohe Sonneneinstrahlung im Engadin führt dazu, dass rund 47 Prozent der Jahresproduktion im Winterhalbjahr entstehen sollen.
  • Projektpartner: Entwickelt durch TNC Consulting AG; bereits beteiligt sind die Industriellen Werke Basel (IWB) und der Energiekonzern Alpiq.

Organisation und Zeitplan

Für Bau und Betrieb haben die Projektpartner die Gesellschaft Energia Solara Engiadinaisa SA gegründet. Ein finaler Bauentscheid wird voraussichtlich im Herbst 2026 erwartet; der Herstellungsbeginn ist für 2027 vorgesehen, sofern die Partner dem Entscheid folgen und die Rahmenbedingungen stabil bleiben.

Auswirkungen für die Stromversorgung

Die prognostizierten 19–23 GWh pro Jahr entsprechen einer zusätzlichen, erneuerbaren Produktionsquelle, die wegen des hohen Anteils im Winterhalbjahr für die Versorgungssicherheit bedeutsam sein kann. Gerade die Fähigkeit, im winterlichen Verbrauchszeitraum relativ viel Strom zu produzieren, unterscheidet alpine Photovoltaikprojekte von vielen flachländischen Anlagen, die stärker auf die Sommerproduktion ausgerichtet sind. Für Kundinnen und Kunden des EWN dürfte sich die Beteiligung mittelfristig in einer diversifizierteren Erzeugungsstruktur niederschlagen; direkte Effekte auf Preise oder Lieferverträge sind vom EWN noch nicht detailliert kommuniziert worden.

ProjektmerkmalAngabe
Beteiligung EWN24 %
Geplante Jahresproduktion19–23 GWh
Winteranteil47 % im Winterhalbjahr
ProjektgesellschaftEnergia Solara Engiadinaisa SA
Weitere PartnerIWB, Alpiq, TNC Consulting AG
Geplanter BauentscheidHerbst 2026

Für den Kanton Nidwalden ist zu beachten, dass die Investition ausserhalb des Kantons realisiert wird (im Kanton Graubünden, Samedan). Entscheidungs- und Beteiligungsgründe des EWN sind daher weniger räumliche Nähe als wirtschaftliche und produktionstechnische Eignung des Standorts.

Weiterführende Informationen werden von den beteiligten Unternehmen voraussichtlich beim finalen Bauentscheid im Herbst 2026 erwartet. Bis dahin bleiben Fragen zu konkreten Finanzierungsdetails, zur erwarteten Lebensdauer der Anlage und zu möglichen Effekten auf die Netzintegration offen.

Claudia Odermatt
Claudia KI Korrespondent/-in im Kanton Nidwalden online

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