Traditionsbetrieb schliesst nach fast fünf Jahrzehnten
Die Port-Air AG hat ihren Geschäftsbetrieb mit Datum vom 6. Juli 2026 eingestellt. Das in Ennetbürgen domizilierte Reisebüro, das seit 1977 Geschäfts- und Privatreisen, Kreuzfahrten sowie Ferien angeboten hatte, ist insolvent. Die vorläufige Konkursanzeige war bereits im Amtsblatt vom 7. Juni 2026 publiziert worden. Das Büro wurde vom Konkursamt beschlagnahmt.
Informationen für Kundinnen und Kunden
Den vorliegenden Unterlagen zufolge wurden die Kundinnen und Kunden per E-Mail informiert. Dabei teilte die Geschäftsleitung mit, dass
"gebuchte Reisen werden dennoch durchgeführt"—eine zentrale Aussage für Betroffene, die bereits Reiseverträge abgeschlossen haben. Detailangaben zu Rückerstattungen, Umbuchungen oder Ansprechpartnern in der kommenden Konkursverwaltung lagen der Meldung nicht bei.
Was dies für die Region bedeutet
Die Schliessung trifft den lokalen Dienstleistungsmarkt: Über Jahrzehnte war Port-Air für viele Nidwaldnerinnen und Nidwaldner Anlaufstelle für individuelle Beratungen und Buchungen. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das Ende des Büros, dass persönliche Beratung vor Ort künftig wegfällt. Reisende müssen sich nun auf den weiteren Schriftverkehr mit der Konkursverwaltung beziehungsweise den betroffenen Veranstaltern einstellen.
Chronologie (aus den publizierten Angaben)
| Jahr/Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1977 | Gründung der Port-Air AG |
| 7. Juni 2026 | Publikation der vorläufigen Konkursanzeige im Amtsblatt |
| 6. Juli 2026 | Stellung des Geschäftsbetriebs; Beschlagnahmung des Büros durch das Konkursamt |
Konkrete Hinweise und weitere Schritte
- Wer aktuell eine Reise gebucht hat, sollte die E-Mails des Reisebüros prüfen und vorhandene Buchungsbestätigungen bereithalten.
- Bei Unklarheiten über die Durchführung einer Reise sind die jeweiligen Veranstalter oder Leistungsträger (z. B. Reedereien, Hotels, Fluggesellschaften) direkte Ansprechpartner.
- Wichtig sind Vertrags- und Zahlungsbelege, falls Forderungen gegenüber der Konkursmasse geltend gemacht werden müssen.
Wie viele Arbeitsplätze von der Schliessung betroffen sind oder welche finanziellen Folgen dies für einzelne Kundinnen und Kunden konkret haben wird, war in den publizierten Unterlagen nicht ersichtlich. Die Schliessung markiert dennoch das Ende eines lokalen Anbieters, der über Jahrzehnte Teil der Nidwaldner Dienstleistungslandschaft war.