Grossprojekt für Inklusion in Biel erhält Hauptanteil
Der Berner Regierungsrat hat insgesamt 791'000 Franken aus dem Lotteriefonds für vier Projekte in den Bereichen Kultur und Gesellschaft gesprochen. Den grössten Einzelbetrag erhält die Stiftung Battenberg in Biel: 679'000 Franken sind für das Vorhaben «Espace d'Inclusion – Raum der Inklusion» vorgesehen. Geplant ist ein offener Lern-, Arbeits- und Begegnungsort, der die Durchmischung von Teilnehmenden, Mitarbeitenden und externen Nutzerinnen und Nutzern fördern soll.
Ein Raum für Teilhabe und berufliche Integration
Die Stiftung Battenberg unterstützt Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Personen auf der Suche nach einem Arbeitsplatz. Ihr Angebot ist zweisprachig angelegt; mit dem neuen Raum will sie Wissen zu Inklusion, Teilhabe und beruflicher Integration zeitgemäss vermitteln. Die zugesprochenen Bundesmittel sollen die Realisierung dieses Konzepts wesentlich ermöglichen.
Weitere Projekte und Verteilung der Mittel
Ausser der Stiftung Battenberg profitieren drei weitere Vorhaben von Mitteln aus dem Lotteriefonds: die Gemeinde La Neuveville, die Einwohnergemeinde Thunstetten sowie der Verein des Chalets des Jurassischen Blauen Kreuzes in Tramelan. Der Regierungsrat teilte die Entscheide in einer Mitteilung mit. Für die genaueren Einzelbeträge dieser drei Projekte nennt die Mitteilung keine separaten Zahlen.
- Zweck: Förderung von Kultur und gesellschaftlicher Teilhabe
- Schwerpunkt: Inklusion und berufliche Integration
- Regionen: Biel, La Neuveville, Thunstetten, Tramelan
| Projekt/Empfänger | Beitrag (CHF) |
|---|---|
| Stiftung Battenberg – Espace d'Inclusion | 679'000 |
| Weitere Empfänger (La Neuveville, Thunstetten, Tramelan) | nicht separat ausgewiesen |
| Gesamt | 791'000 |
Deutliche Signalwirkung für Kulturförderung
Die Entscheidung des Regierungsrats hat mehr als finanziellen Charakter: Die Betonung auf inklusiven Bildungs- und Arbeitsangeboten verknüpft Kulturförderung mit sozialpolitischen Zielen. Indem ein grosser Teil der Mittel an ein Projekt zur beruflichen Integration geht, setzt der Kanton ein Zeichen dafür, dass kulturelle Infrastruktur auch als Ort gesellschaftlicher Teilhabe verstanden wird. Für die kleineren Empfänger in La Neuveville, Thunstetten und Tramelan bleibt abzuwarten, welche konkreten Programme mit der Unterstützung realisiert werden.