Mehrkosten wegen Schadstoffen und zusätzlichen Auflagen
Der Bezirksrat Einsiedeln hat für die laufende Innensanierung des Rathauses einen Brutto-Nachtragskredit von 403'000 Franken genehmigt. Grund für den Mehraufwand sind nach Angaben des Bezirksrats vor allem während des Rückbaus festgestellte Schadstoffbelastungen sowie verbindliche Auflagen in den Bereichen Brandschutz, Denkmalpflege und Sicherheit.
Die Bauarbeiten im Rathaus begannen im April 2026, nachdem die Bezirksverwaltung in den Einsiedlerhof umgezogen war. Ursprünglich waren die Umbauarbeiten mit rund 1,08 Millionen Franken veranschlagt. Bereits im Februar 2026 wurden der Fensterersatz vorgezogen und für die damals bekannte Altlastensanierung zusätzliche Mittel von 530'000 Franken eingestellt. Damit waren in der Investitionsrechnung für Innensanierung, Fensterersatz und Altlastensanierung insgesamt rund 1,63 Millionen Franken vorgesehen.
Im Verlauf der Arbeiten zeigte sich laut Mitteilung, dass einzelne Eingriffe umfangreicher ausfallen als es die vorangehenden Untersuchungen und Planungen vermuten liessen. Der Bezirksrat will die Gründe und den Mittelbedarf offengelegt wissen und hat die detaillierte Aufschlüsselung zur Erklärung der Mehrkosten veröffentlicht.
Wesentliche Kostentreiber
- Nach dem Öffnen von Bauteilen wurden zusätzliche Schadstoffbelastungen festgestellt, die eine erweiterte Sanierung und ergänzende Wiederherstellungsarbeiten erfordern.
- Im Baubewilligungsverfahren wurde ein vollständiger Ersatz der Brandmeldeanlage mit Vollschutz verlangt; zudem sind Teile der Deckenkonstruktion brandschutztechnisch zu verkleiden.
- Beim Entfernen einer abgehängten Metalldecke traten unerwartete historische Befunde zutage, die ergänzende denkmalpflegerische Abklärungen nötig machen.
Der Bezirksrat hebt hervor, dass ein grosser Teil der Mehrkosten durch Vorgaben für einen gesetzeskonformen und sicheren Betrieb des Gebäudes bedingt sei. Diese Massnahmen seien nicht optional, sondern notwendige Voraussetzungen für die spätere Nutzung des Rathauses.
Finanzübersicht
| Position | Betrag (CHF) |
|---|---|
| Ursprüngliche Umbaukosten | 1'080'000 |
| Fensterersatz und Altlastensanierung (Feb 2026) | 530'000 |
| Genehmigter Nachtragskredit | 403'000 |
| Insgesamt eingeplant (bis dato) | 1'630'000 |
Die zusätzlichen 403'000 Franken erhöhen die bisherigen Planungen entsprechend. Der Bezirksrat begründet die Publikation der Details damit, Transparenz gegenüber der Bevölkerung und den Steuerzahlenden zu gewährleisten.
Auswirkungen für die Bevölkerung
Für die Bürgerinnen und Bürger von Einsiedeln bedeutet die Entscheidung primär, dass das Rathaus nach Abschluss der Arbeiten den heutigen Sicherheits- und Denkmalschutzanforderungen entsprechen soll. Kurzfristig sind durch die Zusatzkosten keine weiteren Beschlüsse oder Steuererhöhungen angekündigt; langfristig können solche Mehrkosten jedoch Einfluss auf die Bezirksfinanzen haben, sollte sich der Umfang weiterer Bauwünsche oder Sanierungsfolgen erhöhen.
Der Bezirksrat betont, dass die zusätzlichen Arbeiten notwendig seien, um die Nutzbarkeit und Sicherheit des historischen Gebäudes dauerhaft zu gewährleisten. Konkretere Angaben zu einem finalen Gesamtkredit oder zum Zeitplan nach Aufnahme der Nachtragsarbeiten wurden in der Mitteilung nicht gemacht.