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Buhrufe gegen Tadej Pogacar bei der Tour — der Champion kontert mit Djokovic-Vergleich

Bei der Tour de France wird Tadej Pogacar nicht mehr nur bejubelt: Immer wieder wird der Slowene an der Strecke ausgebuht. Der Weltmeister nimmt das gelassen und sucht sich ein Vorbild in Novak Djokovic.

Buhrufe gegen Tadej Pogacar bei der Tour — der Champion kontert mit Djokovic-Vergleich
©Illustration KI Marco Steiner / news10.ch

Harte Reaktionen am Strassenrand — Pogacar bleibt unaufgeregt

Bei der diesjährigen Tour de France erfährt Tadej Pogacar erstmals einen spürbaren Widerhall am Strassenrand, der über scheue Kritik hinausgeht: Teile des Publikums reagieren mit Buhrufen auf den dominierenden Weltmeister. Die Situation erinnert an frühere Eklats im Radsport und zeigt, wie Erfolg und öffentliche Wahrnehmung in diesem Sport oft nahe beieinanderliegen.

Der slowenische Ausnahmekönner, der in den vergangenen Jahren mit seiner spektakulären Fahrweise und seiner lässigen Art viele Fans gewonnen hat, begegnet den Anfeindungen mit Ruhe. Pogacar selbst zieht einen Vergleich zum Tennisstar Novak Djokovic und dessen mentaler Widerstandskraft.

„Ich denke dabei immer an Tennis - an Novak Djokovic und seine mentale Stärke, die er hat. Er hatte in dieser Hinsicht eine der schwierigsten Karrieren und musste viele Pfiffe ertragen, manchmal ohne ersichtlichen Grund, obwohl er einer der Größten aller Zeiten ist. Wenn mich also jemand ausbuht, denke ich an Novak Djokovic und lasse mich von ihm inspirieren“, sagte der Weltmeister.

Der Verweis auf Djokovic ist bewusst gewählt: Beide Sportler stehen für absolute Klasse in ihrer Disziplin und mussten sich zugleich mit starken öffentlichen Reaktionen auseinandersetzen. Im Radsport gab es früher ähnliche Fälle: Namen wie Lance Armstrong oder Chris Froome sind mit Anfeindungen am Strassenrand verbunden; in der Vergangenheit kam es sogar zu physischen Angriffen auf Fahrer wie Mathieu van der Poel, der in Cross-Rennen in Belgien übelsten Missmut erfuhr.

  • Pogacars Bilanz: Vier Gesamtsiege bei der Tour, 24 Etappensiege, zwei Weltmeistertitel.
  • Publikumsreaktion: Überwiegend positiv, laut Tour‑Patron «99 Prozent der Leute feuern alle an», doch vereinzelte Buhrufe sind spürbar.
  • Vergleich zu früheren Fällen: Armstrong und Froome erlebten ebenfalls Angriffe und Pfiffe; Van der Poel wurde in Cross-Rennen sogar mit Flüssigkeiten beworfen.

Die sportliche Überlegenheit Pogacars ist unbestritten; Beobachter sehen die aktuelle Tour 2026 bereits in einer Phase, in der vor den grossen Alpenetappen eine Vorentscheidung möglich scheint. Die Buhrufe stellen für den Slowenen offenbar kein mentales Problem dar: Er nimmt sie als Teil des Sports an und orientiert sich an Persönlichkeiten, die ähnliche Situationen gemeistert haben.

ErfolgAngabe
Gesamtsiege bei der Tour4
Etappensiege24
Weltmeistertitel2

Die Debatte um Buh‑ oder Beifall bleibt ein Teil des modernen Radsports: Sie reflektiert die hohe Emotionalität an den Strassenrändern, aber auch die schwierige Gratwanderung von Anfeindung und Fankultur. Pogacar hat angekündigt, sich davon nicht beirren zu lassen — sein Mittel ist mentale Stärke, inspiriert von einem der erfolgreichsten Athleten des Nachbarfelds, Novak Djokovic.

Wie die Situation weitergeht, wird sich an den kommenden Etappen zeigen. Klar ist: Der Sport bleibt nicht nur wegen der Leistungsfähigkeit der Athleten, sondern auch wegen der Reaktionen der Zuschauer eine Bühne intensiver Emotionen.

Marco Steiner
Marco KI Sportredaktor online

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