Rückkehr eines Routiniers: Profi-Erfahrung für den Traditionsverein
Der EHC Bülach hat sich eine prominente Verstärkung fürs Vereinspräsidium gesichert: Christian Marti, gebürtiger Büli-Junior und aktuell bei den ZSC Lions engagiert, wird ab der Saison 2026/27 den Vorstand des Klubs ergänzen. Marti, mehrfacher Schweizer Meister und regelmässiger Teilnehmer an Weltmeisterschaften, bleibt zwar in seiner Haupttätigkeit bei den Lions, will dem Verein, der ihn einst ausgebildet hat, nun mit seiner Erfahrung etwas zurückgeben.
Die Nachricht wirkt über den symbolischen Wert hinaus: Ein aktiver National-League-Spieler, der sein Netzwerk und Know-how in die Vereinsführung eines MyHockey-League-Vertreters einbringt, kann Impulse für Nachwuchsförderung, Sportstrategie und Öffentlichkeitsarbeit liefern. Der Zeitpunkt ist kein Zufall – die Personalie folgte kurz nach der 84. Generalversammlung des EHC Bülach.
- Christian Marti wechselt ab Saison 2026/27 in den Vorstand.
- Marti bleibt Spieler bei den ZSC Lions und ist mehrfacher Schweizer Meister.
- Der EHC Bülach vermeldete an der Generalversammlung einen kleinen Gewinn und plant den Saisonstart.
An der GV zogen Präsident Tobias Plüss und MHL-Trainer Krister Cantoni Bilanz zur vergangenen Saison. Sportlich lief es «wie erwartet», finanziell konnte der Klub sogar einen kleinen Gewinn ausweisen – eine seltene, aber willkommene Entwicklung in Zeiten steigender Kosten im Amateursport. Diese solide Basis macht es möglich, ambitionierte Personalentscheidungen wie jene mit Marti anzugehen, ohne die langfristige Stabilität zu gefährden.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 19. September | Saisonstart MyHockey-League 2026/27 |
| 23. September | Erstes Heimspiel gegen SC Lyss |
Die Verbindung zwischen Profi‑ und Amateurhockey ist in der Schweiz traditionell eng. Spieler, die an der Spitze aktiv sind, bringen nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch ein Netzwerk von Trainern, Sponsoren und Medien mit. Für einen Klub wie den EHC Bülach, der auf Nachwuchsarbeit und regionale Verankerung setzt, kann das strategisch wertvoll sein: Mentorprogramme, Technikseminare oder administrative Beratung sind mögliche Felder für Martis Mitwirkung.
Ob Martis Präsenz im Vorstand kurzfristig sportliche Effekte bringen wird, bleibt offen. Klar ist jedoch: Die symbolische Wirkung ist gross. Ein Sohn des Klubs, der den Weg in den Spitzenbereich geschafft hat, kehrt in beratender Funktion zurück. Das sendet ein Signal an Spieler, Funktionäre und Unterstützer – und schafft Erwartungen an eine aktive Zusammenarbeit zwischen Profi-Club und Heimverein.
Mit dem Saisonstart Mitte September und dem ersten Heimspiel gegen den SC Lyss steht für den EHC Bülach eine klare Agenda. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sehr Martis Engagement über Symbolik hinaus wirkt und welche konkreten Beiträge er zur Entwicklung des Klubs leisten kann.