Ausgefallen: Courtois muss verletzt vom Feld
Im Viertelfinal der Fussball-WM gegen Spanien erlebte Belgien ein bitteres Szenario: Goalie Thibaut Courtois zeigte über lange Strecken eine überragende Leistung, musste jedoch in der Schlussphase wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden. Der 34-jährige Real-Madrid-Keeper war zunächst lange Zeit ein starker Rückhalt, bevor ihn Schmerzen im Quadrizeps zum Sitzen zwangen und er schliesslich unter Tränen vom Platz getragen wurde.
Courtois kehrte nach einer Trinkpause zwar nochmals zurück, doch kurz darauf war klar, dass ein Weiter spielen zu grossen Risiken führen würde. Trainer Rudi Garcia entschied sich für einen Wechsel – eine Entscheidung, die Courtois nach dem Spiel ausdrücklich akzeptierte:
„Ich spürte grosse Schmerzen in meinem Quadrizeps. Ich hätte aber kein Problem damit gehabt im Goal zu bleiben.“
Der Wechsel – und seine Folgen
Für Courtois kam Senne Lammens in die Partie. Wenig später fiel das 1:2, bei dem Lammens nach einem Weitschuss von Pedri nicht überzeugend abwehren konnte. Das Gegentor in der 88. Minute bedeutete das Aus für Belgien; die Mannschaft muss die Heimreise antreten.
- Courtois: starke Paraden bis zur 65. Minute, dann muskuläre Probleme.
- Wechsel: Senne Lammens ersetzte den verletzten Stammtorhüter.
- Schlussresultat: Spanien gewinnt 2:1 und zieht ins Halbfinale ein.
Kontext: Weiteres Verletzungspech im belgischen Lager
Der Ausfall Courtois’ reiht sich in eine Serie von Verletzungsrückschlägen, die Belgien das Turnier kosteten. Bereits im Achtelfinal gegen die USA hatte sich Amadou Onana einen Kreuzbandriss zugezogen. Kurz vor dem Viertelfinal fehlten zudem Youri Tielemans (Verletzung beim Aufwärmen) und Zeno Debast (Club legte Veto gegen Einsatz) – Umstände, die Trainer und Mannschaft zur Improvisation zwangen.
| Betroffener | Problem |
|---|---|
| Amadou Onana | Kreuzbandriss (Achtelfinal gegen USA) |
| Youri Tielemans | Verletzung beim Aufwärmen (konnte nicht mitwirken) |
| Zeno Debast | Club-Veto trotz genesener Verletzung |
| Thibaut Courtois | Schmerzen im Quadrizeps, ausgewechselt |
Sportliche und personelle Konsequenzen
Das frühe Ausscheiden bedeutet für Belgien womöglich das Ende einer Ära. Courtois, De Bruyne und Lukaku gehören zur sogenannten «goldenen Generation», die über Jahre als Mitfavorit bei Grossanlässen galt. Mit dem Ausscheiden und den zahlreichen Verletzungen stehen diese etablierten Spieler nun vor der Frage, ob dies ihr letztes grosses Turnier war. Für das Team bleibt die Erkenntnis, dass die Auswahl in entscheidenden Momenten durch Ausfälle empfindlich geschwächt wurde.
Die spanische Mannschaft hingegen zieht mit dem Sieg weiter ins Halbfinale und trifft dort auf Frankreich. Belgien muss den Rückflug antreten – die Hoffnungen auf einen späten Turniersieg sind mit dem 1:2 gegen Spanien endgültig begraben.