Kurswechsel auf der Trainerbank: Klopps Name in der Poleposition
Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) hat am Samstag eine Nachricht verbreitet, die in der Trainerwelt sofort Gesprächsstoff lieferte: Nach einem Treffen in New York sei mit Jürgen Klopp eine «grundsätzliche Einigung» erzielt worden. Damit rückt der 59‑jährige Coach in die bevorzugte Position, die Nachfolge des zurückgetretenen Julian Nagelsmann als Bundestrainer anzutreten.
Das Treffen zwischen DFB‑Präsident Bernd Neuendorf, Vizepräsident Hans‑Joachim Watzke und Klopp in New York diente offenbar dazu, die Linien eines möglichen Vertrages festzulegen. In der Mitteilung heisst es, die Verhandlungen sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden; DFB und Klopp zeigten sich zuversichtlich, dass ein Abschluss möglich sei.
„Bei dem konstruktiven Austausch wurde eine Verständigung über wesentliche Eckpunkte eines potenziellen Vertrages erzielt“,
doch entscheidende Fragen bleiben offen. Der zentrale Knackpunkt ist das Verhältnis zu Klopps aktuellem Arbeitgeber: Red Bull. Klopp steht beim österreichischen Konzern als Head of Global Soccer bis 2029 unter Vertrag – und dieser Vertrag enthält, nach Angaben des DFB‑Statements, keine Ausstiegsklausel.
Was jetzt zu klären ist
- Vertragsauflösung oder Einigung mit Red Bull ist Voraussetzung für einen Wechsel.
- DFB und Klopp werden in den kommenden Wochen die Verhandlungen fortsetzen.
- Oliver Mintzlaff, Red‑Bull‑Chef, soll ebenfalls in Gespräche einbezogen werden.
Vom DFB heisst es, dass bereits einige Vertragsdetails vorgängig bekannt geworden seien. Konkrete Inhalte dieser Eckpunkte nennt die Mitteilung jedoch nicht. Offen bleibt deshalb, wie rasch sich die Parteien auf eine Lösung einigen können; sowohl rechtliche als auch organisatorische Fragen rund um Klopps Rolle bei Red Bull dürften komplex sein.
| Partei | Rolle / Status |
|---|---|
| DFB | Verhandlungspartner, will Bundestrainerposition neu besetzen |
| Jürgen Klopp | Vorzugs‑Kandidat; steht bis 2029 bei Red Bull unter Vertrag |
| Red Bull | derzeitiger Arbeitgeber; Einigung nötig |
| Oliver Mintzlaff | Red‑Bull‑Chef; wird zu Gesprächen erwartet |
Die Personalie Klopp hätte weitreichende Folgen für den DFB. Nach dem frühen Rücktritt von Nagelsmann muss der Verband nicht nur sportliche Stabilität herstellen, sondern auch einen Trainer installieren, der sowohl intern als auch international die nötige Autorität besitzt. Klopp bringt unbestrittenes Renommee und Erfahrung mit – die Frage ist, ob organisatorische Hürden und vertragliche Bindungen eine zügige Lösung zulassen.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob aus der «grundsätzlichen Einigung» ein bindender Vertrag wird. Bis dahin bleibt der Status: konstruktive Verhandlungen, weitreichende Zustimmung zu Eckpunkten – aber keine definitive Freigabe von Seiten des Arbeitgebers Red Bull.