England zieht dank Bellingham im Drama von Miami in die Vorschlussrunde ein
England hat sich im WM-Viertelfinal gegen Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung durchgesetzt. In einer intensiven Partie in Miami entschied Jude Bellingham das Spiel mit zwei Toren – dem zweiten nach knapp drei Minuten in der Verlängerung, als er einen abgeprallten Ball von Torhüter Örjan Nyland zum 2:1 einschob. Damit wiederholte der 23-Jährige sein Kunststück aus dem Achtelfinal gegen Mexiko und avancierte erneut zum Matchwinner für die "Three Lions".
Die Begegnung begann zäh, doch Norwegen setzte früh Nadelstiche: Erling Haaland sorgte in der 33. Minute per Kopf für den ersten Torschuss des Spiels, und nur wenige Augenblicke später brachte Andreas Schjelderup die Skandinavier nach einem starken Sololauf in Führung. Der Ball flog über Jordan Pickford hinweg und landete nach einem Pfostentreffer im Netz. England wirkte zunächst sichtlich geschockt, fing sich jedoch noch vor der Pause und kam zum Ausgleich.
Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1. In der Verlängerung schlug England dann zu: Ein zentraler Distanzschuss von Morgan Rogers führte zu einem Abpraller von Nyland, und Bellingham reagierte am schnellsten. Norwegen, das seine erste WM seit 1998 spielte, fand gegen die nun defensiv eingestellte englische Mannschaft kein Mittel mehr, sodass die Skandinavier ihre Reise im Viertelfinal beenden mussten.
- Endstand: England 2 – Norwegen 1 (n.V.)
- Matchwinner: Jude Bellingham (2 Tore)
- Spielort: Miami
Auch taktische Wechsel Norwegens blieben ohne Erfolg: Der eingewechselte Jörgen Strand Larsen konnte in der zweiten Halbzeit der Verlängerung keine entscheidenden Akzente setzen. England hingegen verteidigte die knappe Führung geschickt und zog damit wie zuletzt 2018 wieder unter die letzten vier Teams eines Weltmeisterschaftsturniers. Die Mannschaft darf weiter vom ersten Titel seit 1966 träumen.
| Wettkampfphase | Resultat |
|---|---|
| Viertelfinal | England 2 – Norwegen 1 (n.V.) |
| Halbfinalgegner | Schweiz oder Argentinien |
Der Abend in Miami zeigte die Balance zwischen individueller Klasse und kollektiver Absicherung: Norwegen hatte die erste Drangphase und einen fulminanten Treffer durch Schjelderup, England aber die Ruhe und den Vollstrecker in Person Bellingham. Für Norwegen endet damit eine eindrückliche WM-Teilnahme; für England geht die Reise weiter – mit der Frage, ob diese Mannschaft den qualitativen Schritt zum Titel schaffen kann.
Die Konsequenzen sind klar: England hütet sich vor Überheblichkeit, aber die Hoffnung lebt. Für Bellingham ist der Auftritt ein weiterer Schritt in Richtung internationale Spitze, für Norwegen bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft auf höchstem Niveau mithalten kann, aber noch nicht den letzten Nerv in entscheidenden Momenten besitzt.