Vermehrte Fälle im Kanton Aargau: Polizei ruft zu erhöhter Vorsicht auf
Die Kantonspolizei Aargau meldet in den vergangenen Wochen eine Zunahme von Delikten, bei denen Opfer durch sogenannte Kettentrickdiebe oder durch Betrüger, die mit erfundenen Treibstoff-Notlagen um Bargeld bitten, geschädigt werden. Die Vorfälle ereignen sich nach Angaben der Polizei ganztätig, besonders häufig in öffentlichen Bereichen wie Parkplätzen und Tankstellen.
Beim Kettentrick sprechen die Täter Personen mit einem harmlos wirkenden Anliegen an, etwa einer Wegbeschreibung. Im Verlauf des Gesprächs wird Nähe gesucht; die Täter legen angeblich aus Dankbarkeit eine Halskette an oder greifen nach anderem Schmuck. Dabei entwenden sie häufig echten Schmuck und ersetzen ihn unbemerkt durch wertlosen Modeschmuck. Betroffen sind laut Mitteilung besonders ältere Menschen. Häufig fällt der Diebstahl erst später zuhause auf.
So empfiehlt die Polizei, sich zu verhalten
Die Kantonspolizei gibt mehrere konkrete Ratschläge, um Opfer dieser Maschen zu vermeiden. Die wichtigsten Punkte sind:
- Lassen Sie sich kein Schmuckstück von Fremden anlegen und geben Sie eigenen Schmuck nicht aus der Hand.
- Weisen Sie aufdringliche Personen laut und bestimmt zurück und machen Sie andere Personen auf die Situation aufmerksam.
- Beenden Sie Gespräche, wenn Ihnen eine Situation unangenehm erscheint, und entfernen Sie sich.
- Tragen Sie wertvollen Schmuck möglichst verdeckt unter der Kleidung.
- Seien Sie misstrauisch bei Personen, die an Tankstellen oder auf Parkplätzen um Bargeld bitten und bieten Sie keine Geldzahlung an, wenn Sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit haben.
Besondere Vorsicht bei Treibstoff-Bettlern
Bei den sogenannten Treibstoff-Bettlern geben Täter an, nicht genug Geld für den Weiterweg zu haben, und bitten um Bargeld. Als vermeintliche Gegenleistung bieten sie manchmal Schmuck an, der sich später als wertlos erweist. Die Polizei warnt davor, sich von emotionalen Geschichten oder erfundenen Notlagen zu täuschen.
| Deliktsform | Typisches Vorgehen | Empfohlene Reaktion |
|---|---|---|
| Kettentrickdiebstahl | Ansprechen, Nähe suchen, Schmuck entwenden/ersetzen | Kein Schmuck von Fremden anlegen; Aufdringlichkeit laut zurückweisen |
| Treibstoff-Betrug | Ansprechen bei Tankstelle/Parkplatz mit Bitte um Bargeld; Schmuck als Gegenleistung | Kein Bargeld übergeben; Hilfeleistungen über offizielle Stellen organisieren |
Für Personen, die Opfer geworden sind, empfiehlt die Polizei, den Vorfall sofort zu melden. Zudem sollten Verdachtsfälle dokumentiert werden (z. B. Fahrzeugkennzeichen, Beschreibung der Täter) und wenn möglich von Dritten bezeugt werden.
Die Mitteilung der Kantonspolizei zielt darauf ab, das Bewusstsein in der Bevölkerung zu schärfen und einfache Verhaltensregeln zu verbreiten, die potenzielle Opfer vor finanziellen Verlusten schützen können. Besonders gefährdete Gruppen — beispielsweise ältere Menschen — sollten diese Hinweise kennen und in ihrem Umfeld weitergeben, damit Angehörige und Nachbarn aufmerksam bleiben.