Rettung in Indemini durch Drohnenflug behindert
Bei einem Rettungseinsatz in der Region Locarno – genauer in Indemini (TI) – wurde am Sonntag kurz vor 17 Uhr ein Rega-Helikopter durch eine zivile Drohne in seinem Fortgang behindert. Die Tessiner Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft sowie die Polizia intercomunale del Piano informierten am Mittwoch über den Vorfall. Einsatzkräfte konnten den Drohnenpiloten identifizieren; anschliessend landete dieser das Gerät und wurde polizeilich einvernommen.
Bei dem Piloten handelt es sich um einen 25-jährigen Australier mit Wohnsitz in Australien. Er wurde wegen Störung des öffentlichen Verkehrs, Hinderung einer Amtshandlung sowie Widerhandlung gegen das Luftfahrtgesetz angezeigt, wie die Behörden mitteilten. Die Rega konnte den Rettungsflug erst fortsetzen, nachdem die Drohne gelandet war.
«Das Fliegen von Drohnen während Rettungseinsätzen ist strengstens verboten.»
Was die Behörden betonen
Die Behörden erinnern daran, dass Drohnen bei Rettungseinsätzen in der Umgebung am Boden bleiben oder unverzüglich gelandet werden müssen. Diese Regelung dient dazu, die Sicherheit der Rettungsmannschaften sowie der Einsatzfahrzeuge und -flugzeuge nicht zu gefährden. Ob durch den Zwischenfall eine konkrete Gefährdung entstanden ist, geht aus der Mitteilung nicht hervor; feststeht aber, dass der Rettungsflug verzögert wurde.
- Ort: Indemini, Nähe Grenze zu Italien (Region Locarno, TI)
- Zeitpunkt: Sonntag, kurz vor 17 Uhr
- Betroffene: Rega-Helikopter, Einsatzkräfte der Kantonspolizei und Polizia intercomunale del Piano
- Massnahmen: Identifikation des Piloten, polizeiliche Einvernahme, Anzeige
Konkrete Auswirkungen für die Bevölkerung
Für die Bevölkerung im Bezirk Locarno hat der Vorfall mehrere unmittelbare Aussagenkraft: Erstens zeigt er, dass unerlaubte Drohnenflüge Rettungsaktionen verzögern können. Zweitens unterstreicht er, dass die Strafverfolgungsbehörden Drohnenverstösse künftig konsequent ahnden. Drittens sollten Hobby-Piloten ihre Flüge vorab informieren und mögliche Einschränkungen während Rettungseinsätzen beachten, um Gefährdungen zu vermeiden.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Kurz vor 17:00 | Drohnenflug in Indemini gemeldet; Rega-Helikopter im Anflug |
| Unmittelbar danach | Einsatzkräfte identifizieren Pilot; Drohne landet |
| Später | Pilot einvernommen und angezeigt; Rega-Flug wird fortgesetzt |
Der Fall ist Teil einer wachsenden Zahl von Zwischenfällen, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Rettungs- oder Löschflüge behindern. In diesem Fall kamen die lokalen Polizeikräfte rasch zum Einsatz und konnten die Situation bereinigen. Dennoch bleibt die Botschaft der Behörden klar: Während Rettungseinsätzen haben Drohnen nichts in der Luft zu suchen.