Vandalismus in Würenlingen: Lehrbetrieb und Feier beeinträchtigt
In der vergangenen Woche wurde eine Sekundarschule in Würenlingen Opfer eines Einbruchs und umfassender Verwüstung. Unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Schulhaus, demolierten Innenräume und entwendeten zumindest ein Notebook sowie ein Klimagerät. Die geplante Schulschlussfeier musste daraufhin abgesagt.
Nach Angaben, die der Kantonspolizei Aargau gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigt wurden, waren unter anderem Sanitärräume betroffen: Die WC wurden demoliert und mit Fäkalien verunreinigt. Lehrmittel, Stühle und weiteres Inventar fanden sich ausserhalb des Gebäudes – ins Biotop und auf den Rasen geworfen.
Reaktion der Gemeinde und rechtliche Schritte
Die Gemeinde hat gegen Unbekannt Anzeige erstattet. Die Kantonspolizei spricht von Anzeigen wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch sowie Diebstahl. Die Ermittlungen laufen, konkrete Hinweise zu Tätern oder Tatzeitpunkt wurden bislang nicht öffentlich gemacht.
- Betroffene Einrichtung: Sekundarschule Würenlingen
- Beschädigungen: Verwüstete Zimmer, demolierte WC, verschmierte Sanitärräume
- Entwendet: Notebook, Klimagerät
- Konsequenz: Absage der Schulschlussfeier
Mehrere Vorfälle im Kanton im Frühjahr
Der Fall in Würenlingen reiht sich in eine Reihe von Vandalismusvorfällen an Aargauer Schulen in den letzten Monaten ein. So meldete die Kantonspolizei Aargau zuvor Vorfälle an einer Oberstufenschule in Menziken, wo unter anderem Spiegel zertrümmert und Rauchmelder beschädigt wurden. Auch die Kantonsschule Wettingen wurde dieses Frühjahr mehrfach Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen; dort war es während der ‹Uselütete› zu Angriffen mit Gegenständen gekommen, zudem wurden an einem späteren Datum erneut massive Schäden festgestellt.
| Ort | Vorfall | Behördliche Reaktion |
|---|---|---|
| Würenlingen | Einbruch, Verwüstung, Diebstahl (Notebook, Klimagerät) | Anzeige wegen Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Diebstahl |
| Menziken | Vandalismus an Oberstufenschule (u.a. zertrümmerte Spiegel, beschädigte Rauchmelder) | Anzeige durch Gemeinde |
| Wettingen (Kantonsschule) | Auseinandersetzungen während ‹Uselütete›, wiederholte Sachbeschädigungen | Untersuchungen, Wegweisungsantrag in Einzelfall |
Was bedeutet das für Eltern, Lehrpersonen und Gemeinden?
Die Serie von Vorfällen stellt Schulleitungen und Gemeinden vor praktische und finanzielle Herausforderungen: Reparaturen und Ersatzbeschaffungen binden Mittel, Unterricht und Schulveranstaltungen werden gestört. Eltern und Lehrpersonen sind verständlicherweise besorgt um die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie um die Unversehrtheit der Lernumgebung.
Schulen und Gemeinden sollten nun ihre Sicherheitskonzepte prüfen: Zugangskontrollen, Alarm- und Überwachungstechnik sowie sichere Aufbewahrung von wertvollen Geräten sind mögliche Massnahmen. Wo nötig, sind kommunale Ressourcen für Sofortreparaturen einzuplanen; zudem sind präventive Präventionsangebote für Jugendliche und deren Familien sinnvoll, um wiederholte Vorfälle zu verhindern.
Die Kantonspolizei Aargau führt die Ermittlungen. Wer Beobachtungen zum Tatzeitraum oder sachdienliche Hinweise hat, wird gebeten, sich bei den zuständigen Polizeistellen zu melden.