Der Österreichische Kabarettpreis 2026 wurde an Severin Groebner verliehen. Gewürdigt wurde sein Programm „Ich bin das Volk“, das die Jury in einer Aussendung als eine «famose moderne Variante des 'Herrn Karl'» beschrieb. Die Verleihung ist für den 13. Oktober angesetzt.
Ein Programm zwischen Gesellschaftssatire und Zeitdiagnose
Die Jurybegründung positioniert Groebners Arbeit in einer Tradition, die historische Vorbilder aufgreift und zugleich zeitgenössische Brüche sichtbar macht. Indem sein Programm als moderne Variante eines bekannten satirischen Archetyps bezeichnet wird, wird nicht nur die handwerkliche Präzision gelobt, sondern auch die Fähigkeit, politische und gesellschaftliche Befindlichkeiten pointiert zu spiegeln. Die Auszeichnung bestätigt damit Groebners Rolle als Stimme, die aktuelle Debatten mit komödiantischer Schärfe kommentiert.
Neben dem Hauptpreis wurden mehrere weitere Preise vergeben. Den Programmpreis erhielt David Scheid, der Förderpreis ging an Chrissi Buchmasser. Über den diesjährigen Sonderpreis dürfen sich Robert Steiner und Stefan Gaugusch alias Ratte Rolf Rüdiger freuen.
- Hauptpreis: Severin Groebner – „Ich bin das Volk“
- Programmpreis: David Scheid
- Förderpreis: Chrissi Buchmasser
- Sonderpreis: Robert Steiner und Stefan Gaugusch (Ratte Rolf Rüdiger)
„famose moderne Variante des 'Herrn Karl'“
Die Bandbreite der Ausgezeichneten zeigt, wie vielfältig die aktuelle Kabarettlandschaft ist: Sie reicht von etablierten Figuren bis zu Talenten, die mit Förderpreisen gestärkt werden sollen. Solche Preise dienen sowohl der Anerkennung als auch der Sichtbarkeit in einem Feld, das von raschen gesellschaftlichen Wandlungen und intensiver Publikumsdebatte geprägt ist.
| Preis | Preisträger |
|---|---|
| Hauptpreis | Severin Groebner („Ich bin das Volk“) |
| Programmpreis | David Scheid |
| Förderpreis | Chrissi Buchmasser |
| Sonderpreis | Robert Steiner; Stefan Gaugusch (Ratte Rolf Rüdiger) |
Die Bekanntgabe der Preisträger kurz vor der Preisverleihung lenkt den Blick auf jene Programme und Stimmen, die derzeit das Kabarett prägen. Für die Ausgezeichneten kann die Ehrung Impulse für weitere Projekte, grössere Reichweite und neue Formate bedeuten. In einem Fortgang bleibt zu beobachten, wie Publikum und Kritik die prämierten Arbeiten aufnehmen und welche Impulse sie in die saisonalen Programme und Diskurse einspeisen.
Die Verleihung am 13. Oktober wird ein Gradmesser dafür sein, wie die Branche die diesjährigen Entscheidungen wertet und welche Diskussionen daraus folgen.