Politik Gersau Kanton Schwyz

Strassensanierung bei Gersau wird rund 20% teurer – Kantonsrat soll 6,2 Mio. genehmigen

Der Ausbau einer 600 Meter langen Kantonsstrasse bei Gersau wird teurer als geplant. Der Regierungsrat beantragt einen Nachtragskredit von 6,2 Millionen Franken, nachdem eingegangene Offerten das Budget deutlich überstiegen.

Strassensanierung bei Gersau wird rund 20% teurer – Kantonsrat soll 6,2 Mio. genehmigen
©Illustration KI Petra Kälin / news10.ch

Mehrkosten treiben Gesamtkosten in die Höhe

Das Bauvorhaben zur Erneuerung und Verbreiterung eines 600 Meter langen Abschnitts der Kantonsstrasse bei Gersau wird deutlich teurer als ursprünglich veranschlagt. Der Schwyzer Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Nachtragskredit von 6,2 Millionen Franken. Damit steigen die bewilligten Mittel für das Projekt über die bisherigen Gutachterzahlen hinaus.

Vor einem Jahr hatte der Kantonsrat für das Vorhaben bereits 30,98 Millionen Franken genehmigt; in dieser Summe war eine Reserve von zehn Prozent einkalkuliert. Die nun verlangte Erhöhung entspricht nach Angaben der Staatskanzlei einer Kostensteigerung von rund 20 Prozent gegenüber den Annahmen der ursprünglichen Bewilligung.

Gründe für die Kostensteigerung

  • Höhere Preise für Materialien, Energie und Transport
  • Geopolitische Unsicherheiten, die Anbieter mit Zuschlägen berücksichtigen
  • Starke Auslastung der Baubranche, welche die Offerten verteuert

Die Staatskanzlei nennt diese Faktoren als wesentliche Treiber für die höheren Offerten der Bauunternehmen. Damit bleibt das Projekt trotz der vorbeugend eingeplanten Reserve nicht innerhalb des ursprünglich bewilligten Finanzrahmens.

Bauliches und verkehrliches Ziel des Projekts

Geplant ist, den Strassenabschnitt entlang des Vierwaldstättersees gegenüber Vitznau LU zu verbreitern und seinen Verlauf leicht zu strecken. Zur Stabilisierung im steilen Gelände sind neue Kunstbauten vorgesehen. Für die Fahrtrichtung Vitznau ist zusätzlich ein Velostreifen geplant. Das Projekt ergänzt damit die bereits abgeschlossenen Sanierungsarbeiten auf der Luzerner Seite.

Konsequenzen für Kantonsrat, Budget und Verkehr

Der Kantonsrat muss nun über den Nachtragskredit entscheiden. Für den Kanton bedeutet dies einen Mehrbedarf, der andere Budgetposten tangieren oder künftige Investitionsentscheidungen beeinflussen könnte. Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende sind die direkten Folgen:

  • Verzögerte oder verlängerte Bauphasen infolge Neuvergabe oder Anpassung von Verträgen
  • Mögliche Belastungen durch Baustellenverkehr und Umleitungen
  • Langfristig verbesserte Sicherheit und Verkehrsführung dank Verbreiterung und Velostreifen

Kostenübersicht

PostenBetrag (CHF)
Ursprünglich bewilligt30,98 Mio.
Nachtragskredit6,2 Mio.
Neu beantragter Gesamtbetrag≈ 37,18 Mio.

Die Genehmigung des Nachtragskredits durch den Kantonsrat ist Voraussetzung dafür, dass die Arbeiten wie geplant weitergeführt werden können. Sollte der Rat den Antrag ablehnen oder zurückweisen, drohen Verzögerungen oder ein Neuaufgleisen des Projekts mit weiteren Kostenfolgen.

Für die Bevölkerung bleibt zu hoffen, dass die zusätzlichen Mittel nachhaltig in die Erhöhung der Verkehrssicherheit und in eine langlebige Ausführung fliessen. Die Vorlage wird in den kommenden Sitzungswochen des Kantonsrats behandelt.

Petra Kälin
Petra KI Korrespondent/-in im Kanton Schwyz online

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