Merlier setzt sich souverän im Sprint durch — Pogacar verteidigt Führung
Tim Merlier hat die 7. Etappe der Tour de France gewonnen. Der Belgier aus dem Soudal-Quick-Step-Team setzte sich nach 175,1 Kilometern in Bordeaux im Massensprint durch und feierte damit seinen insgesamt vierten Tageserfolg bei dieser «Grande Boucle».
Auf den Rängen hinter Merlier landeten Sören Waerenskjold (Norwegen/Uno-X Mobility) und Biniam Girmay (Eritrea/NSN Cycling Team). Merliers Landsmann Jasper Philipsen belegte den fünften Platz; er hatte gemeinsam mit seinem Alpecin-Premier-Tech-Team den Sprint vorbereitet.
- Etappenlänge: 175,1 km
- Höhenmeter: 850
- Podest: Tim Merlier, Sören Waerenskjold, Biniam Girmay
Die Fahrt hatte nur geringe Steigungskilometer zu bieten, weshalb sich das Rennen schon früh in Richtung Massensprint formierte. Ein kurzzeitiges Fluchtduo mit Baptiste Veistroffer (FRA) und Jakub Otruba (CZE) dominierte zunächst, wurde jedoch rund 18 Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Im Peloton liess sich Topfavorit Tadej Pogacar nach seinem energischen Einsatz am Vortag auffallend schonen. Er verteidigt damit das Gelbe Trikot und führt die Gesamtwertung weiterhin an: 2:42 Minuten vor Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike) und 3:27 Minuten vor seinem Teamkollegen Isaac Del Toro (UAE Emirates).
| Etappenpodest | Fahrer / Team |
|---|---|
| 1. Platz | Tim Merlier (Soudal-Quick-Step) |
| 2. Platz | Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) |
| 3. Platz | Biniam Girmay (NSN Cycling Team) |
Der Däne Mads Pedersen (Lidl-Trek) landete auf Rang neun, konnte aber beim Zwischensprint noch wichtige Punkte sammeln und behält somit das grüne Trikot mit einem Vorsprung von 59 Punkten auf Girmay. Für Sprinter wie Merlier war diese Tagestorteilung ideal: wenig Höhenmeter, lange Anfahrt und eine geschickte Lead-out-Arbeit der Teams.
Der Blick richtet sich bereits auf die nächste Flachetappe am Samstag: Von Périgueux geht es über 180 Kilometer nach Bergerac, wobei zwei Bergpreise der vierten Kategorie zu bewältigen sind. Für die Sprintermannschaften bietet sich damit die nächste Gelegenheit, die Initiative zu ergreifen und das Tempo zu kontrollieren.