Tim Merlier hat die prestigeträchtige Sprintankunft in Bordeaux für sich entschieden und damit erneut bewiesen, dass er bei Massensprints zur Spitze gehört. Auf der 175 km langen 7. Etappe setzte sich der 33-jährige Belgier vom Team Soudal Quick-Step vor dem Norweger Sören Wäenskjold und dem Eritreer Biniam Girmay durch. Für Merlier ist es der vierte Etappensieg bei der Tour de France, nach Erfolgen 2021 und im Vorjahr eine weitere Bestätigung seiner Sprintklasse.
Ruhiger Tag für Pogacar, Chance für die Sprinter
Der Tag verlief für den bisherigen Gesamtsieger Tadej Pogacar vergleichsweise ruhig. Nach seiner eindrücklichen Vorstellung in den Pyrenäen am Vortag verbrachte der Slowene einen gelassenen Nachmittag im Feld und konnte sein Gelbes Trikot ohne Probleme verteidigen. In der Gesamtwertung bleibt Pogacar mit 2:42 Minuten Vorsprung vor seinem wichtigsten Rivalen Jonas Vingegaard.
Für die schnellen Männer war die breite Zielgerade in Bordeaux eine willkommene Gelegenheit, das Sprintvermögen auszuspielen. Zwei Ausreisser des Tages wurden vom Hauptfeld nie weit weggelassen und rund 18 Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt – die Entscheidung fiel also auf den letzten Metern.
- Etappensieger: Tim Merlier (BEL)
- 2. Platz: Sören Wäenskjold (NOR)
- 3. Platz: Biniam Girmay (ERI)
- Gesamt: Tadej Pogacar führt, 2:42 Vorsprung auf Jonas Vingegaard
Der nächste Tag bietet den Sprintern erneut eine Chance: Die 8. Etappe führt über 180 km von Périgueux nach Bergerac und dürfte wieder in einer Massensprintentscheidung enden.
| Position | Fahrer | Nationalität |
|---|---|---|
| 1 | Tim Merlier | BEL |
| 2 | Sören Wäenskjold | NOR |
| 3 | Biniam Girmay | ERI |
Für Merlier bedeutet der Sieg in Bordeaux nicht nur einen weiteren Tagessieg, sondern auch einen Prestigeerfolg in einer Etappenankunft, die für Sprinter hohen Stellenwert besitzt. Für Pogacar und seine Verfolger bleibt die Frage, ob die kommenden schweren Etappen in den Alpen und die verbleibenden Zeitfahrkilometer die Karten noch einmal neu mischen werden. Bis dahin aber gilt: Die Sprinter hatten in Bordeaux ihren grossen Auftritt – und Merlier den längsten Applaus.