Mehr Diebstähle in Zügen — warum kurze Abwesenheiten gefährlich sind
Mitarbeitende der Bordgastronomie der Deutschen Bahn berichten, dass es in Fernzügen wiederholt zu Diebstählen kommt. Grund dafür sei unter anderem die fehlende Zugangskontrolle beim Einsteigen: Anders als beim Fliegen kann grundsätzlich jede Person ohne weitergehende Kontrolle einen Zug betreten. Aus Sicht der Mitarbeitenden nutzen Täter diese Situation, indem sie Waggons absuchen und gezielt nach unbeaufsichtigtem Gepäck und Wertgegenständen fahnden.
Die Betroffenen sind oft Reisende, die ihren Platz nur kurz verlassen — etwa für einen Gang zur Toilette oder den Einkauf im Bordrestaurant. Diebstähle würden häufig «mit System» ablaufen: Täter steigen an einem Bahnhof ein, laufen durch die Abteile, nehmen Wertgegenstände an sich und steigen bei der nächsten Station wieder aus.
„Ich jedenfalls würde niemals meinen Laptop allein lassen“,
so eine Mitarbeiterin der Bordgastronomie, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. Solche Hinweise sollten auch für Pendler und Gelegenheitsreisende im Kanton Zug Anlass zur Vorsicht sein.
Konkrete Risiken für Pendler und Reisende im Kanton Zug
Die beschriebene Vorgehensweise der Diebe trifft insbesondere Verbindungen ohne Zugangskontrollen und auf stark frequentierten Relationen. Für Passagiere aus dem Kanton Zug bedeutet das: Auch auf kurzen Strecken oder in dicht belegten Zügen ist mentale Wachsamkeit geboten. Unbeaufsichtigte Taschen auf dem Sitz, offen stehende Laptops oder sichtbar abgelegte Wertgegenstände sind für Diebe einladend.
Praktische Schutzmassnahmen
- Wertsachen mitnehmen — auch bei kurzen Wegen wie Toilette oder Bordverkauf.
- Taschen sichern — Rucksack auf dem Schoß oder mit einem Fuss sichern, nicht neben dem Sitz abstellen.
- Weniger sichtbar transportieren — elektronische Geräte nicht offen auf dem Sitz liegen lassen.
- Auf Unbekannte achten — Personen, die auffällig herumgehen und Gepäck mustern, der Zugbegleitung melden.
- Sofort reagieren — bei Verdacht Mitarbeitende informieren und im Fall eines Diebstahls die Polizei benachrichtigen.
| Situation | Empfohlene Reaktion |
|---|---|
| Kurz zur Toilette | Wertsachen mitnehmen oder an sich fixieren |
| Aufenthalt im Bordrestaurant | Tasche nicht unbeaufsichtigt lassen |
| Verdächtiges Verhalten | Zugpersonal informieren |
Die Berichte aus der Bordgastronomie stützen die Einschätzung, dass viele Diebstähle opportunistisch erfolgen. Solche Vorfälle sind nicht nur lästig, sondern können für Betroffene auch erheblichen Aufwand nach sich ziehen (Sperrung von Karten, Verlust von Arbeitsgeräten, Identitätsdiebstahl). Für Pendlerinnen und Pendler im Kanton Zug bedeutet dies: erhöhte Aufmerksamkeit und einfache Vorsichtsmassnahmen können das Risiko deutlich senken.
Die zugrunde liegenden Fakten stammen aus Berichten von Mitarbeitenden der DB-Bordgastronomie. Konkrete Häufigkeitszahlen oder polizeiliche Statistiken wurden in der Quelle nicht genannt. Dennoch liefert die Schilderung klare Hinweise darauf, wie Täter vorgehen und welche einfachen Verhaltensregeln Reisende anwenden sollten, um sich zu schützen.