Fortgesetzte Sicherungs- und Ermittlungsarbeiten im Bleniotal
Bei fortgesetzten Sicherungsarbeiten in einem Wohnhaus in Leontica ist am Mittwoch kurz nach 11 Uhr eine Menge Sprengstoff ohne Zündvorrichtung entdeckt worden. Die Entdeckung betrifft Räumlichkeiten, die dem 59-jährigen Schweizer zugerechnet werden, der im Zusammenhang mit der Schussverletzung einer 56-jährigen Frau in Faido steht.
Die Kantonspolizei Tessin teilte mit, die Ermittlungen und Überprüfungen zu den Vorkommnissen in Faido und Leontica dauerten an. Nach Angaben der Behörden sollen Spezialisten des Forensischen Instituts Zürich sowie die Feuerwehr Acquarossa in den Einsatz eingebunden worden sein. Vorsorglich standen zudem Rettungskräfte bereit.
Hintergrund: Tat in Faido und Explosion in Leontica
Die Ermittler gehen davon aus, dass der 59-Jährige seine Ex-Frau in einer Rehabilitationsklinik in Faido aufsuchte. Videoaufnahmen der Klinik zeigen laut Polizei, dass er die Frau rund eine Stunde besucht hatte. Die 56-Jährige wurde am Donnerstagabend mit einer Schussverletzung am Kopf auf dem Gelände der Klinik gefunden und verstarb später im Spital.
Am darauffolgenden Tag kam es in Leontica zu einer Explosion in einem Haus, bei der Schüsse abgegeben worden seien. Die Polizei vermutet, dass die Explosion als Falle gedacht war. Bei dem Vorfall wurden unter anderem drei Polizisten einer Sondereinheit verletzt; der mutmassliche Täter kam in den Trümmern des Hauses ums Leben.
Folgen für die Bevölkerung und das Verfahren
Die Kantonspolizei kündigte an, die Sicherungsarbeiten in den dem 59-Jährigen zuzurechnenden Räumlichkeiten in den kommenden Tagen fortzusetzen. Die Entdeckung des Sprengstoffs ohne Zündsystem weist darauf hin, dass weitere Gefahrenquellen vor Ort noch systematisch ausgeschlossen werden müssen. Die Behörden führen dazu forensische Untersuchungen und technische Überprüfungen durch.
Für die Bevölkerung im Bleniotal bedeutet das laufende Einsätze und zusätzliche Kontrollen. Die Polizei informiert die Öffentlichkeit, sobald verifizierbare Details vorliegen; bis dahin gelten Einschränkungen im Nahbereich der Einsatzorte als möglich und erforderlich.
- Ort: Leontica (Bleniotal) und Faido
- Betroffener: 59-jähriger Schweizer, mutmasslicher Täter
- Gefundener Gegenstand: Sprengstoff ohne Zündvorrichtung
- Einbezogene Stellen: Kantonspolizei Tessin, Forensisches Institut Zürich, Feuerwehr Acquarossa
| Ereignis | Bekannte Fakten |
|---|---|
| Schiesserei in Faido | 56-jährige Frau mit Schussverletzung am Kopf in Reha-Klinik gefunden, später verstorben |
| Explosion in Leontica | Haus explodierte, mutmasslicher Täter starb, mehrere Polizisten verletzt |
| Aktueller Befund | Sprengstoff ohne Zündsystem in Wohnhaus des 59-Jährigen gefunden |
Die Ermittlungen sind offen; ihre Ergebnisse werden präzise arbeiten und Abklärungen zur Herkunft des Sprengstoffs sowie zu möglichen weiteren Gefährdungen umfassen. Bewohnerinnen und Bewohner werden gebeten, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten und Hinweise der Polizei aufmerksam zu verfolgen.