Regionaler Filmabend beleuchtet Migration, Heimat und Rückkehr
Der Fliz Filmklub Zug zeigt am Montag, 13. Juli, um 20 Uhr im Kino Seehof den Film «Hanami». Gezeigt wird der ersten Langfilm der portugiesisch-kapverdischen Regisseurin Denise Fernandes (Jahrgang 1990). Thema des Films sind Migration, der Ruf der Ferne, die Bindung an die Heimat sowie Sehnsucht und Rückkehr.
Die Handlung folgt dem Mädchen Nana, das auf einer der kargen Inseln der Kapverden aufwächst, nachdem ihre Eltern die Insel verlassen haben. Grundlegende Motive des Films sind die familiären Bindungen durch zurückbleibende Verwandte, die Rolle von Spiritualität und Naturverbundenheit sowie die Suche nach Identität in einem Umfeld, das von Abwanderung geprägt ist.
Im Anschluss ein Saalgespräch mit Filmeditorin Seline Dettwiler.
Das anschliessende Gespräch im Saal bietet für das Publikum die Möglichkeit, Hintergründe zur Montage und zur künstlerischen Arbeit des Films zu erfahren. Die Anwesenheit der Filmeditorin Seline Dettwiler verspricht Einblicke in die Entstehung des Films und die Entscheidungsprozesse, die die audiovisuelle Poetik des Werks prägen.
Was der Anlass für Zug bedeutet
- Für das lokale Publikum ist die Vorführung eine Gelegenheit, einen aktuellen, international verankerten Film in Zug zu sehen.
- Das Saalgespräch gibt regionalen Kinobesucherinnen und -besuchern Zugang zu Fachwissen aus dem Filmhandwerk.
- Der Film setzt Impulse für Diskussionen über Migration und kulturelle Identität, Themen, die auch in der Zuger Gesellschaft Resonanz finden können.
Der Film wird als audiovisuell poetisch beschrieben; die Darstellung betont, wie die Regisseurin bewusst ihre eigenen Wurzeln erkundet und filmisch verarbeitet. Szenen aus dem Alltag auf den Kapverden — etwa Nanas Arbeit in der Bäckerei ihres Onkels oder der Besuch bei einer Schamanin am Fuss des Vulkans — verdeutlichen die örtlichen Lebensbedingungen und Rituale.
| Film | Datum | Zeit | Ort |
|---|---|---|---|
| Hanami | 13. Juli | 20:00 | Kino Seehof, Zug |
Wer Interesse an der filmischen Auseinandersetzung mit Migration und Heimat hat, findet in diesem Abend sowohl künstlerische als auch fachliche Anknüpfungspunkte. Für Zugerinnen und Zuger bietet der Anlass eine lokale Plattform, um sich mit Themen auseinanderzusetzen, die in internationalen Kontexten verankert sind, aber auch im Alltag vieler Menschen nachhallen.