Kommunen finanzieren zusätzliche Geräte – Landespauschale soll Kosten teilweise decken
An den beiden Standorten der Paulus‑van‑Husen‑Schule in Osterwick und Legden sind am Freitag offiziell weitere 300 iPads übergeben worden. Die Übergabe erfolgte durch die Bürgermeister Christoph Gottheil und Jörg Thor sowie den IT‑Systemadministrator der Gemeinde Rosendahl, Steffen Sicking. Die Geräte ergänzen bereits vorhandene Schul‑iPads und sollen den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 bis 10 ein sogenanntes Eins‑zu‑Eins‑Gerät ermöglichen: Jede Schülerin, jeder Schüler erhält ein iPad, das auch mit nach Hause genommen werden darf.
Die Anschaffungskosten pro Gerät inklusive Hülle und Stift betragen laut Sicking etwa 400 Euro. Die Gemeinde hat die Geräte zunächst vorfinanziert; über eine Landespauschale wird eine Teilrückerstattung erwartet. Schulleiter Knut Kasche betonte, dass die Investition nötig sei, «um den Unterricht zukunftsfähig zu gestalten und modernen Anforderungen gerecht werden zu können».
«Das ist ein guter Zeitpunkt vor den Ferien, um sagen zu können: Das Ding ist durch.» — Christoph Gottheil
Einführung, Lehrkräfte‑Schulungen und Unterrichtsplanung
Die iPads sind laut Sicking grundsätzlich eingerichtet und derzeit übergabebereit. Damit Lehrpersonen Sicherheit im Umgang mit den Geräten gewinnen, sollen sie die iPads noch vor den Ferien erhalten und sich durch learning by doing mit ihnen vertraut machen. Zudem sind Fortbildungen geplant. Für die Schülerinnen und Schüler ist vorgesehen, dass nach den Ferien zunächst eine Klasse probeweise mit den Geräten arbeitet, bevor der Einsatz sukzessive im Unterricht ausgebaut wird.
Schulleiter Kasche und Bürgermeister Thor betonen beide, dass der Einsatz digitaler Geräte den analogen Unterricht ergänzen soll. Thor fasst die Zielsetzung zusammen: Die Geräte dienen als zusätzliche Arbeitsmittel, nicht als Ersatz klassischer Methoden. Auch der Lehrkraft Paul Schwieters, zuständig für Technik, Informatik und Mathematik, bestätigen die bisherigen Erfahrungen, dass eine Kombination von analogen und digitalen Methoden sinnvoll ist.
Was nun zu erwarten ist
- Vorbereitungsphase: Lehrkräfte erhalten Geräte vor den Ferien zum testen.
- Probeeinsatz: Eine Klasse startet nach den Ferien pilotweise mit iPads.
- Schrittweise Umsetzung: Konzeptionelle Ideen werden entwickelt, um digitalen und analogen Unterricht zu kombinieren.
| Posten | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Geräte | 300 |
| Kosten pro Gerät (inkl. Hülle und Stift) | ~400 Euro |
| Betroffene Jahrgänge | 8–10 |
Die Massnahme zeigt, wie Gemeinden und Schulleitungen gemeinsam die digitale Ausstattung vorantreiben. Unklar bleibt, wie hoch die endgültige Beteiligung des Landes über die Pauschale sein wird und in welchem Tempo die Geräte flächendeckend im Unterricht eingesetzt werden. Entscheidend wird sein, dass didaktische Konzepte und Fortbildungen Hand in Hand mit der Technik eingeführt werden, damit die Geräte den Unterricht tatsächlich «zukunftsfähig» machen.