Polizei registriert mehrere Maschen auf offener Strasse
Die Kantonspolizei Aargau hat eine Zunahme zweier Betrugsmethoden festgestellt, die derzeit im Kanton gemeldet werden: zum einen der sogenannte Kettentrickdiebstahl, zum andern das Vorgehen von sogenannten Treibstoff-Bettlern. Die Meldung, publiziert am 15. Juli 2026, richtet sich an die breite Öffentlichkeit und insbesondere an ältere Menschen, die bevorzugte Opfer der Täter sind.
Beim Kettentrick wird eine Person auf der Strasse oft unter einem vermeintlich harmlosen Vorwand — etwa einer Wegbeschreibung — angesprochen. Als Dankeschön legen die Täter dem Opfer eine Kette um und manipulieren dabei unbemerkt den echten Schmuck: Sie tauschen die hochwertige Kette des Opfers gegen ein billiges Imitat aus.
Die zweite Masche betrifft Autofahrer und Passanten, die an Tankstellen, Parkplätzen oder stark befahrenen Strassen angesprochen werden. Die Personen geben vor, dringend Treibstoff zu brauchen, hätten aber kein Bargeld. Sie bieten als Gegenleistung vermeintlich wertvollen Schmuck an, der in Wahrheit wenig oder nichts wert ist.
Konkrete Hinweise der Polizei und praktische Schutzmassnahmen
Die Kantonspolizei empfiehlt im Umgang mit beiden Maschen umsichtiges Verhalten. Wichtige Hinweise lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Lassen Sie sich keinen Schmuck von Unbekannten anlegen.
- Geben Sie eigenen Schmuck nicht aus der Hand und tragen Sie wertvolle Stücke, wenn möglich, verdeckt unter der Kleidung.
- Lehnen Sie Angebote an Tankstellen oder auf Parkplätzen konsequent ab und reichen Sie Fremden kein Bargeld.
- Weisen Sie aufdringliche Personen laut und bestimmt zurück und entfernen Sie sich unverzüglich aus unangenehmen Situationen.
- Melden Sie verdächtige Beobachtungen der Polizei über den Notruf 117.
| Masche | Typisches Vorgehen | Empfohlene Reaktion |
|---|---|---|
| Kettentrick | Ansprechen, Kette umlegen, Austausch gegen Imitat | Keinen Schmuck erlauben, Abstand halten, Hilfe suchen |
| Treibstoff-Betrug | Ansprechen an Tankstellen/Parkplätzen, Bargeld erbitten, Schmuck anbieten | Kein Bargeld geben, Angebot ablehnen, Polizei informieren |
Für Angehörige und Betreuungspersonen älterer Menschen empfiehlt sich zusätzlich, das Umfeld über die aktuellen Methoden zu informieren und gemeinsam präventive Verhaltensregeln zu besprechen. Informationen und Warnungen zu weiteren Betrugsformen werden von Verbraucherschutzstellen und Medien regelmässig aktualisiert; lokale Polizeistellen geben Auskunft über aktuelle Trends und Präventionsangebote.
Die Meldung enthielt zudem den Hinweis, dass verdächtige Beobachtungen umgehend über die Notrufnummer 117 gemeldet werden sollen. Bürgerinnen und Bürger können damit unmittelbaren Einfluss auf die Fahndung und die Prävention dieser Straftaten nehmen.
Die kantonale Information zielt darauf ab, Bewusstsein zu schaffen und praktische Verhaltensregeln zu verbreiten. Wer aufmerksam bleibt und die einfachen Schutzmassnahmen befolgt, reduziert das Risiko, Opfer dieser Betrugsformen zu werden.