Chronologie der Flucht und Festnahme
Am Dienstagmittag entzog sich ein polizeibekannter 28‑jähriger Mann in der Karl‑Tschamber‑Strasse in Buchen einer vorgesehenen Kontrolle, obwohl die Einsatzkräfte Blaulicht und Anhaltesignale eingeschaltet hatten. Der Mann beschleunigte mit seinem Dacia und setzte seine Fahrt trotz der Signale fort.
Die anschliessende Verfolgungsfahrt führte zunächst durch das Stadtgebiet und dann über die Eberstadter Strasse (L 582) in Richtung Eberstadt. In der Folge kam es kurz nach der Einmündung Schwedensteinstraße zu einer Kollision: Eine 37‑jährige Nissan‑Fahrerin bog in die Strasse ein, achtete dabei nicht auf den nachfolgenden Dacia und wurde leicht verletzt.
Strecke und Verlauf
Ungeachtet des Unfalls setzte der Fahrer seine Flucht fort. Die Polizei beschreibt die Route wie folgt:
- Buchen – Eberstadter Strasse (L 582)
- Hettingen – Rinschheim
- Altheim – Gerichtstetten – Erfeld – Bretzingen
- Schneidmühlweg – anschliessend Richtung Hardheim (Bereich Sternwarte)
Schliesslich konnten Einsatzkräfte den Flüchtenden im Bereich der Sternwarte bei Hardheim festnehmen.
Feststellungen und Folgeermittlungen
Bei der Festnahme stellten die Beamten eine deutliche Alkoholbeeinträchtigung fest. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille. Der 28‑Jährige wurde zur Blutentnahme ins Krankenhaus begleitet. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von jeweils rund 2.500 Euro. Die 37‑jährige Nissan‑Fahrerin erlitt leichte Verletzungen.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| ca. 12:10 Uhr | Kontrolle in Karl‑Tschamber‑Strasse, Fahrtbeginn der Flucht |
| zwischen 12:08–12:40 Uhr | Flucht über die angegebene Strecke |
| nachmittags | Festnahme im Bereich Sternwarte Hardheim |
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei bittet Personen, die die Flucht des Dacia beobachtet haben oder sich durch dessen Fahrweise gefährdet fühlten, sich zu melden. Gesucht werden insbesondere Verkehrsteilnehmer, die sich am Dienstag zwischen 12:08 Uhr und 12:40 Uhr auf der Strecke befanden. Hinweise nimmt der Verkehrsdienst Tauberbischofsheim unter der Telefonnummer 09341 60040 entgegen.
Die Staatsanwaltschaft und die Polizei werden wegen mehrerer Delikte prüfen, unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Strassenverkehrs, Unfallflucht und Trunkenheit im Verkehr. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und möglichen weiteren Beteiligten dauern an.
Der Fall zeigt die Gefahren, die von alkoholisierten Fahrzeuglenkern ausgehen: Neben der direkten Gefährdung Unbeteiligter entstehen erhebliche Sachschäden und umfangreiche Ermittlungsaufwände für die Behörden.