Konstante Durchschnittsnote, steigende Quote: was die Zahlen bedeuten
In Berlin haben in diesem Jahr nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung von rund 16'000 Prüflingen knapp 15'200 das Abitur bestanden. Die Bestehensquote kletterte damit auf 95,1 Prozent und liegt über dem Vorjahreswert von 94,5 Prozent. Die Durchschnittsnote des Jahrgangs beträgt erneut 2,3 – zum vierten Mal in Folge.
Zu den herausragenden Einzelleistungen zählen knapp 530 Prüflinge mit der Note 1,0. Drei Absolventinnen und Absolventen erzielten das beste Ergebnis des Jahrgangs mit je 896 von 900 möglichen Punkten. Zwei von ihnen gehen ans Käthe-Kollwitz-Gymnasium, einer ans Rosa-Luxemburg-Gymnasium. Zudem legte an der John-F.-Kennedy-Schule Berlins jüngster Abiturient mit 16 Jahren sein Abitur ab – auch er erreichte die Note 1,0.
- Prüflinge gesamt: knapp 16'000
- Bestanden: knapp 15'200
- Bestehensquote: 95,1 % (Vorjahr: 94,5 %; 2023: 93,8 %)
- Durchschnittsnote: 2,3 (vierter Jahrgang in Folge)
„Die Ergebnisse der diesjährigen Abschlussprüfungen sind eine Anerkennung für den Einsatz und die Ausdauer unserer Schülerinnen und Schüler“, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU).
Die Zahlen zeichnen ein Bild stabiler Leistungen bei einer gleichzeitig steigenden Bestehensquote. Für Eltern und Lernende sind solche Kennziffern von praktischer Bedeutung: Sie beeinflussen die Konkurrenzsituation für Studienplätze und Ausbildungsstellen und geben Hinweise, wie sich Übergänge in die berufliche Ausbildung oder an die Hochschulen entwickeln könnten.
Wichtig ist zudem, dass Spitzenergebnisse – etwa die drei Kandidierenden mit 896 Punkten – neben dem Durchschnitt sichtbar bleiben. Solche Höchstleistungen verdeutlichen, dass trotz konstanter Mittelwerte hervorragende individuelle Ergebnisse möglich sind. Für Schulen und Bildungspolitik dienen sie oft als Indikator für erfolgreiche Förderung und Lernbedingungen.
Diese Bilanz erlaubt keine einfachen Rückschlüsse auf Ursachen für das Abschneiden: Zahlreiche Faktoren wie Schulorganisation, Prüfungsformate, Unterstützung durch Lehrpersonen und sozioökonomische Rahmenbedingungen beeinflussen Resultate. Konkrete Veränderungen in der Bildungslandschaft sollten daher mit Blick auf weitere Daten und qualitative Befunde bewertet werden.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| Prüflinge gesamt | ~16'000 |
| Bestanden | ~15'200 |
| Bestehensquote | 95,1 % |
| Durchschnittsnote | 2,3 |
| Note 1,0 | ~530 Prüflinge |
| Höchstpunktzahl | 896/900 (3 Personen) |
Für Eltern und Jugendliche bedeutet das Ergebnis konkret: Die Chance, mit einem bestandenen Abitur in Ausbildung, Studium oder Beruf zu starten, bleibt hoch. Wer überlegt, sich für ein Studium zu bewerben, sollte die gestiegenen Bestehensquoten in die Einschätzung der Konkurrenzsituation einbeziehen. Für die Bildungspolitik sind die Zahlen Anlass, erfolgreiche Elemente zu sichern und gezielt an den Bereichen zu arbeiten, die den Zugang zu guten Abschlüssen weiterhin erschweren.