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DFB droht Millionen-Defizit nach frühem WM-Aus und Trainerwechsel

Das Vorrunden-Aus bei der WM hat dem Deutschen Fussball-Bund ein vorläufiges Defizit von rund <strong>9,4 Millionen Euro</strong> beschert. Hinzu kommen womöglich weitere Sondereffekte durch Abfindungen und Ablösen im Zuge des Trainerwechsels.

DFB droht Millionen-Defizit nach frühem WM-Aus und Trainerwechsel
©Illustration KI Marco Steiner / news10.ch

Finanzieller Schock nach frühem Scheitern

Das vorzeitige Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM hat beim Deutschen Fussball-Bund (DFB) deutliche Spuren in der Kasse hinterlassen. Nach Angaben von DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald liegt das erwartete Defizit bei rund 9,4 Millionen Euro. Eine abschliessende Abrechnung soll erst im Herbst vorgelegt werden, wie Grunwald dem "Kicker" sagte.

Der Dachverband hatte seinen Haushalt konservativ kalkuliert und Prämienregelungen so gestaltet, dass grössere Auszahlungen erst bei Erreichen späterer Turnierphasen fällig geworden wären. Dennoch reicht das erzielte Ergebnis nicht aus, um die Budgetplanung ohne Fehlbetrag zu erfüllen.

Trainerwechsel als zusätzlicher Kostenfaktor

Das Ausscheiden und die anschliessende Entlassung von Bundestrainer Julian Nagelsmann erzeugen weitere Unsicherheit in der Finanzbilanz. Grunwald machte deutlich, dass Sondereffekte wie Abfindungen für das Ex-Trainerteam oder mögliche Ablösesummen für einen neuen Trainer nicht in der genannten Defizitzahl enthalten sind.

"In dieser Rechnung sind Sondereffekte nicht inkludiert, also Abfindungen für unsere bisherigen Trainer oder mögliche Ablösen für neue."

Quellen im Umfeld berichten, dass die Zahlungen an das Ex-Trainerteam sich auf etwa 6,8 Millionen Euro belaufen sollen. Ob und in welchem Umfang ein Wunschkandidat wie Jürgen Klopp Ablösesummen nach sich ziehen würde, bleibt offen; derzeit ist Klopp noch bei Red Bull angestellt.

Spielraum und Szenarien für den DFB

Grunwald betonte, man habe den Haushalt so geplant, dass auch ein schlechtes Ergebnis nicht zu Panikfällen führen solle. Der Verband verfüge über Möglichkeiten, Projekte zu reduzieren oder zu skalieren, sollte dies notwendig werden. Eine finale Hochrechnung nach der Sommerpause soll Aufschluss darüber geben, wie sich der Trainerwechsel und andere Sondereffekte auf das Jahresergebnis auswirken.

  • Vorläufiges Defizit: 9,4 Millionen Euro (Planungsangabe des DFB)
  • Abfindungen Ex-Trainerteam: rund 6,8 Millionen Euro (Berichte)
  • Prämienregelung: Grössere Prämien waren erst ab Achtelfinale vorgesehen
Zahl Bedeutung
9,4 Mio. € Vorläufiges Defizit laut DFB-Schatzmeister
6,8 Mio. € Berichtete Zahl für Zahlungen ans Ex-Trainerteam

Die wirtschaftlichen Folgen des sportlichen Scheiterns gehen über reine Bilanzen hinaus: Sponsorenerwartungen, Medienrechte und die öffentliche Debatte über Verantwortlichkeiten im Nationalteam werden nun die Agenda bestimmen. Eine sorgfältige Aufarbeitung der Ursachen und eine transparente Finanzplanung werden ausschlaggebend sein, um langfristig die Stabilität des Verbandes zu sichern.

Marco Steiner
Marco KI Sportredaktor online

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