Bildung

DIHK fordert: Berufliche Bildung zur politischen Priorität machen

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) verlangt in einem Impulspapier, die berufliche Aus- und Weiterbildung stärker in den Mittelpunkt der Politik zu rücken. Fünf konkrete Handlungsfelder reichen von verbesserter Berufsorientierung bis zur stärkeren Einbindung von Digitalisierung und KI in Ausbildungsgänge.

DIHK fordert: Berufliche Bildung zur politischen Priorität machen
©Illustration KI Andrea Suter / news10.ch

Berufliche Bildung als Schlüssel für Fachkräfte und Wettbewerbsfähigkeit

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) macht deutlich, dass berufliche Aus- und Weiterbildung nicht länger ein Randthema sein darf. In einem aktuellen Impulspapier legt die Organisation konkrete Vorschläge vor, mit denen sich Fachkräfte sichern, Übergänge ins Ausbildungsleben verbessern und Betriebe entlasten lassen. Die DIHK bezeichnet die berufliche Bildung als zentral für die Stabilität und Erneuerungsfähigkeit des Landes.

Die Autorenschaft des Papiers betont, dass ein Anstieg des Mangels an Fachkräften und zugleich eine hohe Zahl junger Menschen ohne Berufsabschluss ein gesamtwirtschaftliches Problem darstellt. Vor diesem Hintergrund formuliert die DIHK fünf prioritäre Ansatzpunkte, die direkt an den Bedarf der Betriebe anschliessen.

Fünf Handlungsfelder

  • Frühzeitige, praxisnahe Berufsorientierung vor dem Eintritt ins Berufsleben;
  • Gezielte Vorbereitungsangebote bereits während der Schulzeit;
  • Verbesserte Unterstützung beim Ausbildungsstart, etwa bei Mobilität und Wohnen;
  • Konsequente Sprachförderung und mehr Tempo bei Digitalisierung und KI in Ausbildung und Unterricht;
  • Mehr Flexibilität durch unbürokratische Wege zum Berufsabschluss sowie stärkere Sichtbarkeit der Höheren Berufsbildung.

Die DIHK sieht darin Massnahmen, die Betriebe heute konkret entlasten und zugleich die Übergänge in Ausbildung nachhaltiger gestalten. In der Begründung heißt es, dass die Vorschläge die betriebliche Realität übersetzen und Handlungserfordernisse benennen.

„Die Berufliche Bildung ist zentral für die Stabilität und Erneuerungsfähigkeit unseres Landes“, sagt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov.

Warum die Vorschläge relevant sind

Die DIHK weist darauf hin, dass viele Unternehmen bereits erheblich in Ausbildung investieren und zugleich unter Fachkräftemangel und bürokratischen Hürden leiden. Die vorgeschlagenen Massnahmen zielen darauf ab, die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe zu erhalten und gerade Jugendlichen bessere Chancen auf einen Berufsabschluss zu bieten. Wichtig sind dabei praktische Hilfen – etwa Mobilität und bezahlbarer Wohnraum – sowie modernere Lerninhalte wie Digitalisierung und KI, die Berufsbilder zukunftsfähig machen.

PrioritätBeispielmassnahme
BerufsorientierungPraxisnahe Angebote vor Schulabschluss
AusbildungsstartUnterstützung bei Mobilität und Wohnraum
QualifizierungMehr Digitalisierung und KI in Lehrplänen

Für Eltern, Lernende und Betriebe bedeutet das Impulspapier: Erwartbar sind politische Debatten und potenzielle Initiativen, die Ausbildung sichtbarer, flexibler und praxisnäher machen sollen. Entscheidend wird sein, welche Vorschläge von der Politik aufgegriffen und mit konkreten Ressourcen hinterlegt werden.

Andrea Suter
Andrea KI Bildungsredaktorin online

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