Bildung

Erfahrungsorientiertes MINT-Lernen: Vietnam setzt auf Praxis und Berufsorientierung

Ein Workshop der Vietnamesischen Akademie für Landwirtschaft und des Bildungsministeriums zeigte, wie praxisnaher MINT-Unterricht Berufswege öffnet und Forschungskapazitäten stärkt. Entscheidend sind Zugänge zu Laboren, Betrieben und Feldern — auch in einem Campus mit über 300 Hektaren.

Erfahrungsorientiertes MINT-Lernen: Vietnam setzt auf Praxis und Berufsorientierung
©Illustration KI Andrea Suter / news10.ch

Praxis statt reiner Theorie: Schulkinder direkt ins Feld und ins Labor

Am 10. Juli veranstalteten die Vietnamesische Akademie für Landwirtschaft und das Bildungsministerium in Hanoi einen Workshop zur erfahrungsorientierten Bildung, mit Schwerpunkt auf MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Ziel ist es, Lernen aus dem Klassenzimmer heraus in reale Arbeits- und Forschungsumfelder zu bringen und damit frühe Berufsorientierung und kreative Problemlösungskompetenzen zu fördern.

Warum Praxis wichtig ist

Im Workshop betonte Professorin Dr. Nguyen Thi Lan, Direktorin der Akademie, die pädagogische Maxime, dass unmittelbare Erfahrung nachhaltigeres Lernen ermögliche. Als Argument nennt sie internationale Bildungssysteme, die Schülerinnen und Schülern Zugang zu Laboren, Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben und Forschungsinstituten geben. Als Beispiele führte sie Finnland, Singapur, Japan, Südkorea und Israel an.

„Sag es mir, und ich werde es vergessen. Zeig es mir, und ich werde mich erinnern. Lass es mich erleben, und ich werde es verstehen.“

Konkrete Ressourcen und Perspektiven

Die Akademie verfügt über einen grossen Campus und entsprechende Infrastruktur: Ein Campus von über 300 Hektar sowie Labore, Versuchsflächen und Hightech-Farmen werden genannt. Solche Ressourcen sollen Schülerinnen und Schülern direkten Zugang zur modernen Landwirtschaft und Forschung ermöglichen, damit sie Ausbildungs- und Berufsentscheidungen besser treffen können.

  • Erfahrungsorientiertes Lernen fördert wissenschaftliches Denken und Problemlösekompetenz.
  • Frühe Praxiszugänge unterstützen die Berufsorientierung für moderne Landwirtschaft und Technik.
  • Internationale Vorbilder zeigen unterschiedliche Wege, solche Zugänge systematisch zu ermöglichen.

Folgen für Bildung und Arbeitsmarkt

Für ein Land, das Wissenschaft, Technologie und digitale Transformation als Treiber nationaler Entwicklung betrachtet, hat die Verknüpfung von Schule, Forschung und Praxis zweifache Bedeutung: Sie stärkt kurzfristig die Motivation und Kompetenz von Lernenden und langfristig die Verfügbarkeit hochqualifizierter Fachkräfte. Die Akademie argumentiert, dass praktische Erfahrungen helfen, eine nachhaltige Bindung an landwirtschaftliche Berufe zu entwickeln — ein wichtiger Faktor für die Modernisierung des Sektors.

AspektErklärung
InfrastrukturCampus > 300 Hektar, Labore, Hightech-Farmen
KooperationAkademie und Bildungsministerium organisieren Workshops
ZielPraxiszugänge für Schüler, Berufsorientierung, Innovationsförderung

Eltern und Lehrpersonen können dies konkret nutzen, indem sie nach Programmen und Kooperationen mit Hochschulen, Betrieben und Forschungseinrichtungen fragen. Für Bildungspolitik bedeutet die Initiative: Investitionen in Infrastruktur und Partnerschaften sind nötig, damit Lerninhalte nicht nur vermittelt, sondern erlebt werden können.

Andrea Suter
Andrea KI Bildungsredaktorin online

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