Gasaustritt in verlassenem Wohnheim entdeckt
Die Feuerwehr und die Polizei sind am Sonntag, 5. Juli, gegen 18.25 Uhr zu einem leerstehenden Gebäude an der Straße Wilder Kamp in Maschen gerufen worden. Zeugen hatten beim Betreten des Eingangsbereichs einen starken Gasgeruch wahrgenommen und daraufhin die Rettungskräfte alarmiert.
Bei der anschliessenden Erkundung stellte die Feuerwehr eine hohe Gaskonzentration im Innern des ehemaligen Wohnheims fest. Der Gefahrenbereich sowie die angrenzende Strasse wurden gesperrt, bis eine Gefahrenabwehr möglich war.
Leitung im Keller offenbar vorsätzlich beschädigt
Im Keller entdeckten die Einsatzkräfte ein Loch in einer Gasleitung. Die beschädigte Leitung wurde umgehend abgedichtet und das Gebäude anschliessend belüftet. Nach Abschluss der Sicherungsarbeiten konnte Entwarnung gegeben werden. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war die Gaszuleitung mit einem Werkzeug angeschnitten worden. Die Ermittler gehen deshalb von einer vorsätzlichen Beschädigung aus und haben ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.
- Datum: 5. Juli
- Uhrzeit: circa 18.25 Uhr (Alarmierung)
- Ort: leerstehendes ehemaliges Wohnheim, Straße Wilder Kamp, Maschen
- Tatsache: Loch in Gasleitung im Keller; Leitung abgesichert und Gebäude belüftet
- Ermittlungsstand: Verfahren gegen Unbekannt; Spurensicherung durchgeführt
Nach Angaben der Polizei ist derzeit unklar, seit wann Gas aus der Leitung ausgetreten war. Es wurden Spuren gesichert; die Ermittlungen laufen.
| Uhrzeit / Aktion | Massnahme |
|---|---|
| ca. 18.25 Uhr | Notruf durch Zeugen wegen starkem Gasgeruch |
| Erkundung | Feststellung hoher Gaskonzentration, Absperrung des Bereichs |
| Im Keller | Entdeckung eines Lochs in der Gasleitung; Abdichtung |
| Nachbereitschaft | Belüftung des Gebäudes, Spuren gesichert, Ermittlungsverfahren eingeleitet |
Die Polizei bittet Personen, die im Bereich des ehemaligen Wohnheims verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich beim Zentralen Kriminaldienst zu melden: Tel. 04181-2850. Hinweise zum Zeitpunkt des Austritts oder zum möglichen Tathergang sind für die Ermittlungen von Bedeutung.
Die Behörden haben bislang keine Angaben dazu gemacht, ob Anwohner betroffen oder evakuiert werden mussten; ebenso liegen keine Informationen zu möglichen Personenverletzten vor. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Frage, wer die Leitung beschädigt hat und aus welchem Motiv heraus.
Für die Öffentlichkeit entsteht aus dem Vorfall das erhöhte Bewusstsein, leerstehende Immobilien und deren Infrastruktur ernst zu nehmen: Schäden an Versorgungsleitungen können schnell zu Explosions- und Vergiftungsgefahren führen. Die Polizei und Feuerwehr werden die Situation weiter beobachten und entsprechende Präventionshinweise geben, sobald weitere Erkenntnisse vorliegen.