Das Ministerium für Bildung und Ausbildung in Vietnam hat in einem offiziellen Schreiben alle Universitäten, Akademien, Hochschulen und Einrichtungen mit universitären Studiengängen angewiesen, die Zulassungsdaten im Vorfeld und während des Zulassungsverfahrens 2026 konsequent zu überprüfen. Ziel ist es, Betrug zu verhindern, die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen und den Ablauf für Bewerbende transparent und nachvollziehbar zu gestalten.
Worum es konkret geht
Das Dokument reagiert auf Berichte in Presse und von Bewerbenden, wonach einige Hochschulen Zulassungsinformationen in einer nicht regelkonformen Form veröffentlicht oder von Kandidatinnen und Kandidaten das Einreichen bestimmter Nachweise verlangt hätten. Das Ministerium verlangt deshalb von den Bildungseinrichtungen die strikte Einhaltung der geltenden Zulassungsordnung und des für 2026 festgelegten Zulassungsplans.
Die Schulen seien aufgefordert, die Einschreibungsdaten vor und während des Zulassungsverfahrens zu überprüfen, betrügerische Bewerbungen auszusortieren und die Zulassungen gemäß den Vorschriften fair, objektiv und transparent zu organisieren.
Zur Überprüfung der Zulassungen sollen die Hochschulen die bereits im System aktualisierten Informationen nutzen. Das Ministerium nennt ausdrücklich verschiedene Datenquellen, die in Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden sollen.
- Genauigkeit der Angaben: Sicherstellen, dass eingereichte Dokumente echt und korrekt sind.
- Verfahrenstransparenz: Einhaltung der formalen Abläufe und der kommunizierten Zeitpläne.
- Betrugsprävention: Systematische Überprüfung vor und während des Zulassungsprozesses, um unrechtmässige Bewerbungen auszufiltern.
Welche Daten sind zulässig
In seinem Schreiben verweist das Ministerium auf konkrete Daten, die als Grundlage für Zulassungsentscheidungen gelten und von den Bildungseinrichtungen verwendet werden sollen. Dazu zählen formale Prüfungs- und Leistungsnachweise, Testergebnisse sowie anerkannte Fremdsprachen- oder Zertifikate.
| Datenquelle | Beispiele |
|---|---|
| Abschlussprüfungen | Ergebnisse der High-School-Abschlussprüfung |
| Schulleistungen | Akademische Leistungen während der High School |
| Tests und Zertifikate | Eignungstests, Tests der Denkfähigkeiten, Fremdsprachen- und SAT-Zertifikate |
Die Einrichtungen sollen diese Informationen mit den von Kandidaten und zuständigen Stellen im System aktualisierten Daten abgleichen, um sicherzustellen, dass nur regelkonforme Bewerbungen berücksichtigt werden.
Folgen und Erwartungen
Die Aufforderung des Ministeriums zielt nicht nur auf unmittelbare Korrekturen im laufenden Zulassungsprozess, sondern auch auf die Stärkung langfristiger Strukturen: bessere Datenpflege, klarere Informationspolitik gegenüber Bewerbenden und erhöhte Rechenschaftspflicht der Hochschulen. Für Bewerbende bedeutet das konkret: stärkere Kontrolle, aber auch potenziell weniger Unsicherheit, wenn sie sehen, dass Nachweise systematisch geprüft werden.
Für Hochschulen bedeutet der Erlass zusätzlichen Aufwand bei der Datenprüfung und möglicherweise Anpassungen interner Verfahrensabläufe. Zugleich soll die Massnahme das Vertrauen in das nationale Zulassungssystem stärken und die Chancengerechtigkeit erhöhen.
Die Bildungsbehörde fordert die Einrichtungen auf, die Überprüfung der Zulassungsdaten sowohl vor als auch während des Verfahrens zu organisieren und betrügerische Anträge auszuschliessen. Damit setzt das Ministerium klare Erwartungen an die Umsetzung der Zulassungsordnung 2026.