Hinweise nach TV-Bericht — Polizei prüft Angaben
Die Luzerner Polizei hat nach der Ausstrahlung des Vermisstenfalls von Luca Bucher in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY … Vermisst“ mehrere Hinweise erhalten. Diese werden derzeit von der Kriminalpolizei gesichtet und bewertet, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit.
Bucher, heute 21 Jahre alt, wird seit dem 22. April 2021 vermisst. Zuletzt wurde er am Bahnhof Luzern gesehen. Ermittlungen hatten gezeigt, dass sein Mobiltelefon mit dem Interregio Richtung Olten bis nach Sursee verfolgt werden konnte; dort blieb das Signal laut Fernsehbeitrag bis 0.03 Uhr in der Zone Haselmatte aktiv. Danach verliere sich die Spur.
„Wir haben einzelne Hinweise erhalten“, sagte Urs Wigger, Mediensprecher der Luzerner Polizei.
Kripo-Chef Jürg Wobmann gab im Beitrag an, dass das Telefon um 20.05 Uhr mit dem Interregio Richtung Olten abgefahren sei. Ob und wie aussichtsreich die eingegangenen Hinweise sind, lasse sich derzeit nicht beurteilen. "Eine Einschätzung dazu wäre reine Spekulation", ergänzte Wigger.
Was bisher bekannt ist
- Name: Luca Bucher (früher auch als Alishia genannt)
- Geburtsjahr/Alter: aktuell 21 Jahre
- Vermisst seit: 22. April 2021
- Letzter bekannter Aufenthaltsort: Bahnhof Luzern; Mobilfunk-Signal bis Haselmatte, Sursee
Wie die Bevölkerung helfen kann
Die Luzerner Polizei bittet um sachdienliche Hinweise. Meldungen werden vertraulich behandelt; Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber können sich unter der Telefonnummer 041 248 81 17 melden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass weitere Informationen auch aus dem Ausland, insbesondere aus Deutschland oder Österreich, eingehen und geprüft werden.
| Datum / Zeit | Ereignis |
|---|---|
| 22. April 2021 | Letzter bestätigter Sichtkontakt — Bahnhof Luzern |
| 20.05 Uhr (unbestimmter Tag) | Handy mit Interregio Richtung Olten; Signal bis Sursee |
| 0.03 Uhr (Signal) | Letzte aktive Position in Sursee, Ortsteil Haselmatte |
Die Polizei betont, dass sie allen Spuren nachgehe und «alles nur Mögliche unternehme, um den Fall zu klären», wie es im Fernsehbericht hiess. Ob die Teilnahme an der Sendung zu einem Durchbruch geführt hat, könne aktuell nicht abschliessend beurteilt werden.
Für Angehörige und nahestehende Personen bedeutet jeder neue Hinweis Hoffnung, aber auch erneute Belastung. Behördenversprechen, eingehende Angaben vertraulich zu behandeln und sorgsam zu prüfen, sollen zugleich sicherstellen, dass Ermittlungen nicht durch falsche Fährten beeinträchtigt werden. Wer etwas beobachtet hat oder Informationen zu den Aufenthaltsorten von Bucher zwischen Luzern und Sursee machen kann, wird gebeten, sich zu melden.