Ambitionen trotz Rückschlag: Priorität Leistungssport und Ausbildung
Die 18‑jährige Alpnacherin Lara Binkert zählt im Mehrkampf zu den vielversprechenden Schweizer Nachwuchstalenten. Trotz eines jüngst erlittenen Kreuzbandrisses bleibt ihr Ziel unverändert: die Rückkehr in den Wettkampf und die Teilnahme an der U20‑Europameisterschaft in Polen. Parallel dazu hat sie ihre kaufmännische Lehre und die Berufsmaturität erfolgreich abgeschlossen.
Binkert beschreibt einen Alltag, der stark auf Sport ausgerichtet ist. Sie absolvierte zeitweise sechs bis sieben Trainingseinheiten pro Woche, teilweise mit zwei Einheiten am Tag. Für das Studium blieb wenig freie Zeit: «Wenn meine Freunde sonntags in die Badi gingen, musste ich lernen. An anderen Tagen blieb dafür kaum Zeit», sagt die 18‑Jährige.
Ausbildung und Sport vereint – mit Unterstützung
Die Kombination von Ausbildung und Spitzensport gelang Binkert mit strikter Organisation und Rückendeckung durch den Arbeitgeber. Die Lehre zur Kauffrau EFZ schloss sie mit der Note 5,7, die Berufsmaturität mit 5,6 ab. Entscheidend war die Leistungsvereinbarung, die sie ab dem dritten Lehrjahr mit dem Kanton Obwalden hatte; zusätzlich profitierte sie vom Sportnetz Obwalden, das ihr Freiräume im Alltag schuf.
- Ausbildung: Kauffrau EFZ beim Kanton Obwalden
- Leistungsdruck: sechs bis sieben Trainingseinheiten pro Woche
- Schlüsselmoment: Leistungsvereinbarung und Unterstützung durch Sportnetz Obwalden
- Ziel: U20‑EM in Polen
Was der Kreuzbandriss für das Comeback bedeutet
Ein Kreuzbandriss zwingt Athletinnen zu einer längeren Wettkampfpause und zu strukturierter Reha‑Arbeit. Aus dem vorliegenden Bericht geht hervor, dass Binkert derzeit an ihrer Grundlagenausdauer und Kraft arbeitet, um langfristig wieder in den Mehrkampf zurückzufinden. Die Rehabilitation umfasst in der Regel physiotherapeutische Betreuung, gezieltes Krafttraining und schrittweise Belastungssteigerung — Massnahmen, die auch durch die vorhandene Unterstützungsstruktur erleichtert werden.
«Ich bin sehr dankbar dafür. Das hat mich enorm entlastet»,
setzt Binkert in Bezug auf die Entlastung durch die Ausbildungsvereinbarungen. Solche Vereinbarungen sind für junge Leistungssportlerinnen zentral, um Ausbildung und Sportkarriere zu verbinden.
Konsequenzen und Bedeutung für Obwalden
Der Fall Binkert zeigt, wie wichtig lokale Strukturen sind: Arbeitgeber, kantonale Angebote und Sportnetzwerke ermöglichen Talenten, Ausbildung und sportliche Ambitionen zu kombinieren. Für Vereine und Behörden im Kanton ist der Weg einer Athletin nach einer schweren Verletzung ein Beispiel dafür, wie koordinierte Unterstützung die Rückkehr in den Leistungsbereich erleichtert.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Alter | 18 Jahre |
| Wohnort/Gemeinde | Alpnach |
| Trainingsumfang (vorher) | 6–7 Einheiten/Woche |
| Lehre | Kauffrau EFZ beim Kanton Obwalden |
| Noten | Lehre 5,7, Berufsmaturität 5,6 |
| Ziel | U20‑EM in Polen |
Für die Bevölkerung und lokale Sportförderung ist relevant, dass solche Talente nicht nur individuelle Disziplin benötigen, sondern auch institutionalisierten Rückhalt. Personen und Institutionen, die Athletinnen in ähnlicher Lage unterstützen möchten, finden in kantonalen Sportnetzwerken und durch Bildungsinstitutionen oft passende Ansprechpartner.
Die weitere Entwicklung von Lara Binkert hängt nun vom Verlauf der Reha und dem schrittweisen Wettkampfaufbau ab. Obwalden wird die junge Athletin weiterhin als Beispiel für die Verbindung von Ausbildung und Leistungssport beobachten können.