Ascona darf sich vorerst mit dem Titel «Schweizer Dorf des Jahres» schmücken. Die Auszeichnung bleibt der Gemeinde bis zur Wahl des nächsten Siegerdorfs vorbehalten und richtet den Blick auf die Leistungen und die Identität einer lokalen Gemeinschaft, die stark vom Tourismus, lokalem Gewerbe und ehrenamtlichem Engagement geprägt ist.
Gemeinschaftlicher Einsatz statt Einzelanerkennung
Für Gemeindepräsident Giorgio Gilardi ist die Ehrung nicht nur eine Auszeichnung für den Ort selbst, sondern ein Verdienst zahlreicher Akteurinnen und Akteure: Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung, Hotellerie und Gastronomie, Vereine sowie die Einwohnerinnen und Einwohner. Er hebt hervor, dass die Auszeichnung das gemeinsame Engagement würdige. In seinen Worten:
«Dieser Titel gehört allen, die jeden Tag dazu beitragen, dass Ascona lebenswert bleibt.»
Gilardi nennt als tragende Werte Sauberkeit, Sicherheit, hohe Servicequalität und die «Liebe zum Detail». Diese Merkmale würden sowohl der lokalen Bevölkerung als auch den Gästen zugutekommen und trügen zur Attraktivität der Destination bei.
Kultur, Geschichte und Natur als Säulen der Identität
Die Gemeinde betont, dass Ascona trotz internationaler Bekanntheit seinen ursprünglichen Charakter bewahrt habe. Orte und Themen wie der Monte Verità und das historische Ortsbild gehören laut Gilardi zur lebendigen Geschichte des Dorfes. Zudem spiele das kulturelle Angebot eine wichtige Rolle: Internationale Veranstaltungen wie JazzAscona und classicAscona erhöhen die Sichtbarkeit der Gemeinde über die Landesgrenzen hinaus.
Neben Kultur nennt die Gemeinde die Natur als einen der grössten Vorzüge: Der Lago Maggiore ermöglicht Wassersport, daneben werden Wanderungen, Mountainbike-Touren oder Golf als Angebote für Besucherinnen und Besucher hervorgehoben. Ziel sei es, Erlebnisse zu schaffen, die längerfristig in Erinnerung bleiben und Gäste dazu motivieren, mehrere Tage in der Region zu verweilen.
Auswirkungen für Einwohnerinnen, Betriebe und Besucher
Die Auszeichnung kann kurz- bis mittelfristig folgende Effekte haben:
- Erhöhte Aufmerksamkeit und potenzieller Zuwachs an Tagestourismus und Aufenthalten über mehrere Tage.
- Stärkung der lokalen Anbieter in Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft durch gesteigerte Nachfrage.
- Erhöhte Verantwortung für die Gemeindebehörden und Dienstleistende, Qualitätsstandards in Sauberkeit und Sicherheit aufrechtzuerhalten.
Ascona selbst betont, künftig auf Qualität statt Quantität zu setzen: Besucherinnen und Besucher sollen genug Zeit finden, die Vielfalt der Destination und der Region zu entdecken.
Praktische Hinweise für Interessierte
Wer Ascona besuchen möchte, findet das ganze Jahr über Aktivitäten, die sowohl Kultur- als auch Naturinteressen bedienen. Veranstaltungen wie JazzAscona bieten saisonale Highlights; gleichzeitig sind Naturerlebnisse am Lago Maggiore und in den umliegenden Tälern ganzjährig möglich. Für die lokale Bevölkerung bedeutet dies, dass infrastrukturelle und servicebezogene Anforderungen — etwa in den Bereichen Verkehr, Gästebetreuung und Abfallwesen — weiterhin im Fokus stehen müssen.
| Schwerpunkte | Beispiele |
|---|---|
| Kultur | Monte Verità, JazzAscona, classicAscona |
| Freizeit & Natur | Wassersport, Wanderungen, Mountainbike, Golf |
| Gemeinschaft | Vereine, lokale Betriebe, Gemeindepersonal |
Ascona sendet zudem seine besten Wünsche an Bosco Gurin, eines der sechs Finaldörfer im Wettbewerb «Schweizer Dorf des Jahres 2026», wie Gilardi betont. Die Nominierung der Finalisten dokumentiert den Stellenwert, den lokale Identität und gemeinschaftliche Initiativen in der Schweizer Dorfkultur einnehmen.
Die Auszeichnung bestätigt für Ascona die bisherige Strategie, die touristische und kulturelle Qualität zu betonen und gleichzeitig die Lebensqualität für die Bevölkerung zu bewahren.