Torhüter trainiert separat – Signal für einen Abschied
Beim ersten öffentlichen Training des SC Freiburg im Europa-Park-Stadion trat ein deutliches Bild zutage: Noah Atubolu (24) war nicht mit den restlichen Profis auf dem Rasen. Rund 3000 Zuschauer verfolgten die Einheit, während der bisherige Stammkeeper zusammen mit Torwarttrainer Michael Müller ein individuelles Programm ausserhalb des Hauptfeldes absolvierte. Das Verhalten gilt als Hinweis darauf, dass der Torhüter den Klub in diesem Sommer verlassen soll.
Stand der Dinge und Gründe
Atubolu hatte in den vergangenen drei Jahren die Nummer-1-Position beim Sport-Club inne und strebte nun offenbar den nächsten Karriereschritt an, vorzugsweise in die Premier League zu einem Klub mit Champions-League-Ambitionen. Nach Angaben der Berichterstattung liegen allerdings bislang keine passenden Offerten von Topklubs vor. Lediglich der Aufsteiger Hull City wurde zuletzt als Interessent genannt, was gemäss Bericht für die Ambitionen des Torhüters keine Wunschlösung darstelle.
„Bei ihm könnte es mit einem Wechsel noch etwas dauern“, sagte Sportvorstand Jochen Saier nach dem Trainingsauftakt.
Der Klub hat sich intern auf eine Neuordnung eingestellt: Da Atubolu seinen Vertrag über Monate nicht verlängert habe, verpflichtete Freiburg Mio Backhaus (22) von Werder Bremen, die Ablöse soll bei 15 Millionen Euro liegen. Zusätzlich ist Florian Müller (28) als Ersatzkeeper eingeplant. Damit ist für Atubolu de facto kein Platz mehr als Nummer 1 vorgesehen.
Folgen für den SC Freiburg und die Fans
Die Entscheidung hat unmittelbare Konsequenzen für die Torhüterbesetzung der kommenden Saison. Mit der Verpflichtung von Backhaus und der Einplanung Müllers setzt der Klub auf Verlässlichkeit zwischen den Pfosten und auf eine Zukunftsinvestition. Für die Anhänger bedeutet dies: Der langjährige Stammtorhüter dürfte den Verein verlassen, sofern kein überraschendes Angebot mehr eingeht.
- Atubolu (24): bisherige Nummer 1, trainierte separat beim Auftakt.
- Mio Backhaus (22): neu verpflichtet von Werder Bremen, Ablöse rund 15 Mio.
- Florian Müller (28): als Ersatzkeeper vorgesehen.
Was nun zu erwarten ist
Der Klub und der Spieler arbeiten weiterhin an einem Transfer. Nach Saier«s Aussage könnte es noch dauern, bis ein Wechsel realisiert wird. Bis dahin wird Atubolu nicht mehr als Teil der Nummer-1-Planung betrachtet. Für Fans und Beobachter bleibt zu beobachten, ob in den kommenden Wochen konkrete Angebote eingehen oder ob der Torhüter die Saison unter geänderten Voraussetzungen beginnen wird.
| Spieler | Alter | Status |
|---|---|---|
| Noah Atubolu | 24 | Trainiert individuell, Transfer angestrebt |
| Mio Backhaus | 22 | Neuverpflichtung (von Werder Bremen), Ablöse: 15 Mio. |
| Florian Müller | 28 | Als Ersatzkeeper eingeplant |
Für die regionale Öffentlichkeit bleibt relevant, wie der SC Freiburg personell aufgestellt in die nationale und internationale Saison geht. Insbesondere für Ausbildungswege und die Wahrnehmung des Klubs im Torhütermarkt hat die Abgabe eines etablierten Keepers Auswirkungen. Ebenso wichtig ist die Frage, ob Atubolu noch vor Trainingslager oder Saisonbeginn eine neue sportliche Heimat findet.