Verwaltung als Vorbild: Kantonsangestellte radeln für Klima und Gesundheit
Die Freiburger Kantonsverwaltung hat in diesem Jahr erstmals an der interkantonalen «Bike to Work»-Aktion teilgenommen. Betroffen war insbesondere die Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt (RIMU), deren Teams aktiv mitmachten. In zwei Monaten legten die Teilnehmenden der RIMU insgesamt 15’677 km mit dem Fahrrad zurück. Laut der Auswertung entsprach dies einer Einsparung von rund 2’258 kg CO₂-Äquivalenten, verglichen mit derselben Streckenleistung im motorisierten Individualverkehr.
Auswirkungen über die Emissionsbilanz hinaus
Die kantonale Beteiligung zielt nicht nur auf CO₂-Reduktion ab. In der Bilanz nennt die Verwaltung auch weniger Lärm, geringere individuelle Verkehrskosten und weniger Zeitverlust durch die Parkplatzsuche als greifbare Vorteile aktiver Mobilität. Neben solchen Umwelt- und Alltagseffekten fördert die Aktion offenbar auch den Teamgeist innerhalb der Direktionen.
Interkantonale Platzierung und Breitenwirkung
Erstmals trat der Kanton Freiburg an der vom Kanton Genf organisierten freundschaftlichen Challenge an, an der alle Westschweizer Kantone sowie der Kanton Aargau teilnahmen. Freiburg erreichte mit insgesamt 525 Anmeldungen aus sechs Direktionen den vierten Platz. Die Aktion war gleichzeitig mit der vom Amt für Umwelt getragenen Vorbild-Challenge verknüpft, wodurch die Teilnahme der Verwaltung ausdrücklich als Vorzeigeprojekt verstanden werden kann.
- Teilnehmende RIMU: 66 Personen in 18 Teams
- Gesamtkilometer RIMU: 15’677 km in zwei Monaten
- Eingesparte Emissionen: 2’258 kg CO₂-Äquivalente
- Freiburg gesamthaft: 525 Anmeldungen; Rang 4
So profitieren Bürgerinnen und Bürger
Für die Bevölkerung haben solche Initiativen mehrere praktische Konsequenzen: Wenn die Verwaltung selbst verstärkt auf Velos setzt, kann dies die Debatte über Veloinfrastruktur anstossen – etwa über mehr Velowege, sichere Abstellplätze bei Behördengebäuden und Anreize für Berufspendler. Zudem stärkt eine sichtbare Vorbildfunktion die Akzeptanz aktiver Mobilität in der Öffentlichkeit und kann private Umstellungen beschleunigen.
Die Aktion unterstützte zudem eine von Velafrica lancierte Velosammelaktion. Diese Organisation fördert den Zugang zu Mobilität in afrikanischen Ländern, was Bildungs- und Gesundheitszugang verbessern soll. Durch diese Verbindung gewinnt die kantonale Teilnahme eine überregionale, solidarische Dimension.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| RIMU-Teilnehmende | 66 |
| Kilometer (RIMU) | 15’677 km |
| Eingesparte CO₂ | 2’258 kg |
| Freiburg gesamt | 525 Anmeldungen (Rang 4) |
Die kantonale Klimasektion wird die Ergebnisse der Aktion als Referenz für künftige Gesundheits- und Mobilitätsförderung nutzen. Für die Bevölkerung bleibt entscheidend, ob solche Pilotprojekte in dauerhafte Verbesserungen der Veloinfrastruktur und in zusätzliche Anreize für den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel münden.