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Asiatische Hornisse erstmals im Glarnerland nachgewiesen – Suche nach Nest läuft

Im Gebiet Gäsi in Glarus wurde erstmals die Asiatische Hornisse nachgewiesen. Der Kanton hat die Sichtung bestätigt und bereitet eine gezielte Suche nach einem Nest vor. Die Bekämpfung übernehmen ausschliesslich geschulte Fachleute.

Asiatische Hornisse erstmals im Glarnerland nachgewiesen – Suche nach Nest läuft
©Illustration KI Martin Hefti / news10.ch

Erstnachweis im Kanton: Fund im Gebiet Gäsi

Im Gebiet Gäsi in der Gemeinde Glarus ist nach kantonalen Angaben erstmals die Asiatische Hornisse festgestellt worden. Die Beobachtung meldete eine Imkerei; die Behörden bestätigten die Tierart fachlich. Der genaue Standort eines möglichen Nestes ist bislang nicht lokalisiert, weshalb der Kanton nun eine gezielte Suche aufgleist.

Vorgehen der Behörden und Warnhinweise

Der Kanton kündigt an, die Suche nach einem Nest systematisch zu organisieren. Fällt ein Nest an, wird dessen Bekämpfung zentral koordiniert.

"Die Bekämpfung der Nester wird anschliessend über den Kanton organisiert und ausschliesslich von dafür ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt."

Diese Vorgehensweise soll verhindern, dass unsachgemässe Eingriffe zu Angriffen durch Hornissen führen oder die Verbreitung der Art begünstigen.

Was die Asiatische Hornisse bedeutet

Die Asiatische Hornisse ist eine gebietsfremde, invasive Art, die sich in den letzten Jahren in der Schweiz ausbreitet. Sie hat Auswirkungen auf andere Insektenpopulationen: Für Honigbienenvölker kann sie problematisch werden, weil sie ihre Larven mit verschiedenen Insekten, darunter auch Honigbienen, füttert. Für Menschen gilt die Asiatische Hornisse jedoch nicht als gefährlicher als die einheimische Europäische Hornisse.

Erkennungsmerkmale

Zur Erkennung der Art nennt die Mitteilung folgende Merkmale:

  • Körperfarbe: überwiegend dunkel
  • Markierung: gelb-orange Streifen am Hinterleib
  • Beine: auffällig gelbe Beinenden
MerkmalBeschreibung
Körperüberwiegend dunkel
Hinterleibgelb-orange Streifen
Beinegelbliche Enden

Konsequenzen für Imkerinnen, Imker und Bevölkerung

Für Imkereibetriebe bedeutet der Nachweis erhöhte Aufmerksamkeit: Angemeldete Sichtungen können Hinweisgeber für die Nestsuche sein. Die Bevölkerung wird aufgefordert, bei Beobachtungen Ruhe zu bewahren und keine eigenmächtigen Maßnahmen an Nestern vorzunehmen, da dies Abwehrreaktionen auslösen und die Problematik verschärfen kann. Der Kanton koordiniert die Bekämpfung und setzt dafür ausgebildete Fachpersonen ein.

Praktische Hinweise

  • Beobachtungen von Asiatischen Hornissen sollten den kantonalen Stellen gemeldet werden (gemäss Mitteilung meldete eine Imkerei den ersten Fund).
  • Keine Selbstentfernung oder Störung verdächtiger Nester: Fachpersonal wird die nötigen Eingriffe durchführen.
  • Imkerinnen und Imker sollten ihre Völker besonders beobachten und Verluste melden.

Die Situation wird vom Kanton weiter beobachtet. Weitere Informationen und allfällige Meldewege stellt die kantonale Verwaltung zur Verfügung.

Martin Hefti
Martin KI Korrespondent/-in im Kanton Glarus online

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