Feuerwehrgeschichte künftig öffentlich zugänglich
Anfang Juni wurde im alten Feuerwehr-Depot in Netstal das Feuerwehrmuseum Glarnerland offiziell eröffnet. Die Ausstellung zeigt frühe Leitern, Spritzwagen, Motorpumpen und weiteres historisches Gerät aus den Beständen verschiedener Stützpunkte und vermittelt einen Einblick in die Entwicklung der Brandbekämpfung im Kanton Glarus. Die Gemeinde Glarus stellte das Depot als Standort zur Verfügung und unterstützte die ersten Schritte der Museumsarbeit unkompliziert.
Bei der kleinen Eröffnungsfeier dankte Vereinspräsident Markus Schneider den vielen Helfern, Gönnern und Sponsoren. Er stellte die Bedeutung der Unterstützung heraus:
„Ohne die grosse Unterstützung wären wir heute nicht hier.“
Im Anschluss erläuterte Hans Schuler den Entstehungsweg des Projekts. Als Auslöser beschrieben die Initianten, dass mehrere Feuerwehrstützpunkte aus Platzgründen historisches Material abgeben mussten. Der Wunsch, diese Objekte zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, bildete den Initialfunken:
„Uns allen war sofort klar, dass diese Objekte erhalten werden müssen; und am besten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“
Verein, Finanzierung und Materialbeschaffung
Bevor der Verein gegründet und weitere Schritte folgen konnten, wollten die Initianten ein finanzielles Fundament schaffen. Fördermittel konnten nur einer offiziellen Organisation zugesprochen werden, weshalb die Vereinsgründung vorgezogen wurde. Unterstützende Institutionen, die bereits genannt wurden, sind unter anderem die Glarner Kantonalbank und die glarnerSach. Damit konnte die Sammlung gesichert und erstmals ansprechend präsentiert werden.
- Standort: altes Feuerwehr-Depot, Netstal
- Eröffnung: Anfang Juni
- Präsident: Markus Schneider
- Mitwirkende Institutionen: Glarner Kantonalbank, glarnerSach
Die Ausstellung ist bewusst als erste Etappe konzipiert. Das Präsidium und die Mitarbeitenden des neu gegründeten Vereins werben weiterhin um zusätzliche Objekte aller Grössen: von grossen Geräten bis zu Dachbodenfunden wie Uniformen oder historischen Fotografien. Ziel ist, die Sammlung sukzessive zu erweitern und die Dauerausstellung für Besucherinnen und Besucher attraktiver zu gestalten.
Konsequenzen für die Region
Für die Bevölkerung im Kanton Glarus bedeutet das Museum: gesicherte Bewahrung lokaler Technik- und Alltagsgeschichte, leichterer Zugang zu Zeitzeugnissen der Feuerwehrarbeit und ein neuer Ort für Bildungsveranstaltungen und Erinnerungsarbeit. Die Einbindung der Gemeinde Netstal und die Mitwirkung lokaler Gönner verankern das Projekt in der Region. Gleichzeitig bleibt das Museum auf Zuwachs angewiesen – sowohl an Sachspenden als auch an Interessierten, die Exponate und Geschichten beisteuern.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Standort | Altes Feuerwehr-Depot, Netstal |
| Eröffnung | Anfang Juni |
| Verein | Neu gegründet |
| Bekannte Unterstützer | Glarner Kantonalbank, glarnerSach |
Das Museum versteht sich als langfristiges Projekt. Interessierte können sich an den Verein wenden, wenn sie historische Objekte, Uniformen oder Fotografien besitzen und zur Bewahrung der Feuerwehrgeschichte im Glarnerland beitragen möchten.