Neues Angebot gegen Gewalt in Glarus
Der Kanton Glarus erweitert sein Präventionsangebot: Seit dem 1. Juni 2026 besteht eine spezielle Gewaltberatung für erwachsene Personen mit Wohnsitz im Kanton. Ziel ist, Gewalt frühzeitig zu verhindern, Betroffene zu schützen und das persönliche Umfeld zu entlasten.
Wen das Angebot anspricht
Die Beratung richtet sich an Menschen, die Gewalt ausgeübt haben oder die befürchten, in belastenden Situationen gewalttätig zu werden. Gewalt entsteht laut Mitteilung häufig im Zusammenhang mit Konflikten, Überforderung oder belastenden Lebenssituationen. Mit der neuen Beratungsstelle setzt der Kanton an dieser Stelle an und will Eskalationen vermeiden.
Merkmale des Angebots
Die Gewaltberatung ist ausdrücklich als Ergänzung zu bestehenden Unterstützungsleistungen gedacht. Wichtige Eckdaten:
- Trägerschaft: Soziale Dienste Nord, Näfels
- Beginn: 1. Juni 2026
- Charakter: freiwillig, vertraulich und kostenlos
- Beratungstage: in der Regel montags oder donnerstags
„Damit schützen wir Betroffene und stärken die Sicherheit im Kanton Glarus.“
Dieses Zitat geht auf die Mitteilung des Departements Volkswirtschaft und Inneres zurück und fasst das Ziel der Massnahme zusammen.
Kontakt und Weiteres
Die Anlaufstelle ist bei den Sozialen Diensten Nord in Näfels angesiedelt. Anmeldungen sind telefonisch oder per E-Mail möglich. Auch Fachpersonen können die Gewaltberatung nutzen oder darauf verweisen.
| Kontaktweg | Angaben |
|---|---|
| Telefon | 055 646 69 70 |
| gewaltberatung@gl.ch |
Auswirkungen für die Bevölkerung
Für Betroffene und ihr Umfeld bedeutet das neue Angebot eine zusätzliche, niederschwellige Anlaufstelle. Durch frühzeitige Beratung sollen Wiederholungen von Gewalt vermieden und Konflikte nachhaltig entschärft werden. Für Fachstellen in Schule, Gesundheits- und Sozialbereich bietet die Gewaltberatung eine ergänzende Ressource, auf die verwiesen werden kann.
Weitere Auskünfte erteilt die Koordinationsstelle Häusliche Gewalt und Gewaltprävention (Medienkontakt: Petra Baumann; erreichbar laut Mitteilung am Dienstag, 14. Juli 2026, 14–16 Uhr unter 055 646 67 44 oder per E-Mail an haeusliche.gewalt@gl.ch).