Starker Auftritt trotz schlechtem Startwetter
Vom 3. bis 5. Juli 2026 traten Tambouren aus der Ostschweiz in Appenzell zu den 25. Ostschweizer Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspielen an. Der Auftakt am Freitag verlief durch einen Regenschauer während des Einspielens denkbar ungünstig, doch davon liessen sich die Glarner Teilnehmenden nicht beeindrucken. Der Glarner Trommel-Nachwuchs und die Elitetambouren zeigten solide bis ausgezeichnete Leistungen und kehrten mit mehreren Kränzen sowie zwei Ostschweizermeistertiteln ins Glarnerland zurück.
Besonders erfolgreich präsentierten sich die Kategorien der Jugend und die nationale Klasse: In den Jüngstenklassen (T3J) erreichten Laurin Parli und Marlo Weber mit dem 13. Rang eine Zweigauszeichnung. In der nächsthöheren Jugendkategorie (T2J) qualifizierten sich gleich drei Glarner für den Final und holten damit Kränze; Andrin Kälin gelang mit dem 2. Rang ein herausragender Podestplatz, nur 0,3 Punkte hinter dem Sieger.
In der Kategorie T1J (U20), die mit nationalen Gästen stark besetzt war, stellte der Glarner Turnverein zwei Finalisten: Kian Meyer erkämpfte sich mit einer starken Vorstellung den 2. Rang und wurde damit als bester Ostschweizer zum Ostschweizermeister in seiner Kategorie. Sein Vereinskollege Nevio Bäbler klassierte sich auf dem 8. Rang und wurde Vizeostschweizermeister. Weitere Kranzgewinner in dieser Kategorie sind Levio Maggiacomo (15.), Livio Tran (21.) und Noe Schirmer (26.).
Auch in den Veteranenklassen zeigte sich Nachwuchs: Das neueste Mitglied der Glarner Trommelfamilie, Beat Liscioch, startete in TV2 und sicherte sich mit dem 7. Rang ebenfalls eine Kranzauszeichnung.
Nationales Spitzenniveau: Grossmann gewinnt Ostschweizermeistertitel
Im Feld der Elite-Einzeltambouren (T1) ruhte die Aufmerksamkeit besonders auf Pascal Grossmann, der als derzeit stärkster Einzeltambour aus dem Glarnerland antrat. Er zeigte in der Vorrunde noch Nerven, qualifizierte sich aber souverän für den Final am Freitagabend. Dort präsentierte er zwei nahezu perfekte Vorträge mit bemerkenswerter Technik und belegte am Ende den 5. Rang im hochkarätigen nationalen Teilnehmerfeld. Mit diesem Resultat wurde Grossmann Ostschweizermeister.
Weitere Glarner Kranzgewinner in der T1-Kategorie sind Marc Zweifel (22.) und Tobias Luchsinger (25.), wobei Letzterer sein erstes Wettspiel bestritt.
Konsequenzen für Vereine und Jugendarbeit im Kanton
Die Resultate spiegeln den Stand der Ausbildung in den Glarner Tambourvereinen: mehrere junge Talente erreichten Finalränge und Kränze, und in der Elitekategorie gelang die Rückkehr an die Spitze mit einem Ostschweizermeistertitel. Für die Vereine bedeuten diese Leistungen Anerkennung, aber auch Verpflichtung: Die Platzierungen bestätigen die erfolgreiche Nachwuchsförderung, zugleich zeigen sie, dass weitere Investitionen in Ausrüstung, Dirigentenstunden und Auftrittsmöglichkeiten nötig sind, um Talente langfristig zu halten und aufzubauen.
- Mehrere Glarner Nachwuchsspieler erreichten Finalränge und Kranzauszeichnungen.
- Pascal Grossmann wurde Ostschweizermeister in der Elitekategorie T1.
- Der Erfolg stärkt das Ansehen der Glarner Tambourenkultur und unterstreicht die Bedeutung der Jugendarbeit.
Ergebnisse im Überblick
| Kategorie | Name | Rang | Auszeichnung |
|---|---|---|---|
| T3J (Jüngste) | Laurin Parli / Marlo Weber | 13 | Zweigauszeichnung |
| T2J | Andrin Kälin | 2 | Kranzauszeichnung (Podest) |
| T2J | Janis Hösli | 4 | Kranzauszeichnung |
| T2J | Robin Schirmer | 6 | Kranzauszeichnung |
| T1J (U20) | Kian Meyer | 2 | Ostschweizermeister (bester Ostschweizer) |
| T1J (U20) | Nevio Bäbler | 8 | Vizeostschweizermeister |
| T1 (Elite) | Pascal Grossmann | 5 | Ostschweizermeister |
| TV2 (Veteranen) | Beat Liscioch | 7 | Kranzauszeichnung |
| T1 | Marc Zweifel | 22 | Kranzauszeichnung |
| T1 | Tobias Luchsinger | 25 | Kranzauszeichnung (erstes Wettspiel) |
Die Erfolge in Appenzell sind ein ermutigendes Zeichen für die Tambourenkultur im Glarnerland. Für Zuschauer und Unterstützende bieten sich in den kommenden Monaten zahlreiche Gelegenheiten, die jungen Talente bei kantonalen und regionalen Anlässen live zu erleben und die Vereine bei der Nachwuchsförderung zu unterstützen.