Stadt bittet um freiwilligen Verzicht an sensiblen Stellen
Die Stadt Burgdorf hat in der Emme an ökologisch besonders empfindlichen Stellen Hinweisschilder aufgestellt und ruft die Bevölkerung zu Rücksichtnahme auf. Grund sind anhaltend hohe Wassertemperaturen und ausbleibender Niederschlag, die an einigen Abschnitten zu kritischeren Bedingungen für Fische geführt haben. Viele Tiere ziehen sich deshalb in kühlere und tiefere Bereiche zurück, sogenannte Kaltwasserrefugien.
Die Schilder markieren relevante Rückzugsorte, insbesondere Kolke bei Schwellen und weitere tiefe Gewässerbereiche. Die Stadt betont, dass es sich nicht um ein behördliches Verbot handelt, sondern um einen Appell an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.
„Es handelt sich dabei nicht um ein Verbot, sondern um einen Appell an die Eigenverantwortung und Rücksichtnahme der Bevölkerung.“
Die Appelle richten sich gezielt an die Abschnitte, die derzeit besonders von der Erwärmung betroffen sind. Abschnitte der Emme zeigen regional unterschiedliche Bedingungen; einige Bereiche sind weniger kritisch, etwa das Flussstück zwischen dem Zusammenfluss von Emme und Ilfis und dem Wasserkraftwerk Wannenfluh sowie der Abschnitt zwischen Lützelflüh und der Lochbachbrücke in Oberburg.
Konkrete Hinweise für Erholungssuchende
- Vermeiden Sie freiwillig Baden und längeres Verweilen an ausgeschilderten Kaltwasserrefugien.
- Beachten Sie Hinweisschilder vor Ort; sie markieren ökologische Schutzzonen.
- Respektieren Sie die Ruhe tieferer Kolke und Uferbereiche, um zusätzlichen Stress für die Fische zu vermeiden.
Für die Bevölkerung von Burgdorf bedeutet das: Wer entlang der Emme spazieren, angeln oder baden möchte, soll besonders auf die ausgeschilderten Stellen achten und diese Bereiche möglichst meiden. Das dient nicht nur dem Schutz einzelner Tiere, sondern der Stabilität ganzer Bestände, die von kühleren Rückzugsräumen abhängen.
Betroffene und unkritischere Abschnitte
| Abschnitt | Situation |
|---|---|
| Kolke bei Schwellen | Wichtige Rückzugsorte, besonders geschützt |
| Zwischen Zusammenfluss Emme/Ilfis und Wasserkraftwerk Wannenfluh | Derzeit weniger kritisch |
| Zwischen Lützelflüh und Lochbachbrücke (Oberburg) | Derzeit weniger kritisch |
Die städtische Mitteilung unterstreicht den präventiven Charakter des Aufrufs: Es geht darum, Tiere in einer aussergewöhnlichen Belastungssituation möglichst wenig zu stören. Ein freiwilliger Verzicht auf Baden an ausgewiesenen Stellen kann kurzfristig die Überlebenschancen der Fische erhöhen und langfristig zum Erhalt der ökologischen Funktion der Emme beitragen.
Für Fragen und weitergehende Informationen verweist die Stadt auf ihre kommunalen Informationskanäle und die vor Ort angebrachten Hinweise. Die Massnahme ist temporär und reaktiv auf die aktuellen Witterungsbedingungen; sie zielt auf Schonung und Schutz der aquatischen Lebensgemeinschaften.