Mehr Platz für Garderoben und Integrative Förderung in der Schulanlage Neufeld
Die Schulanlage Neufeld in Thun wird bereits vor dem grossen Erweiterungsprojekt punktuell ausgebaut. Grund ist der Bedarf an geschlechtergetrennten Garderoben und Duschen, wenn mehrere Schul- und Sportteams – Mädchen und Knaben – gleichzeitig die Sportanlagen nutzen. Weil unmittelbar neben dem bestehenden Garderobentrakt ein Schutzraum nicht mehr benötigt wird, kann dieser Bereich für die Umgestaltung genutzt werden.
«Es ist klar, dass da ein Bedarf besteht. Wir wollen rasch Abhilfe schaffen», sagte Bauvorsteher Reto Schertenleib (SVP).
Die kurzfristig geplanten Arbeiten umfassen den Ausbau des Garderobentrakts und die Umnutzung der ehemaligen Hauswartwohnung im ersten Obergeschoss. Dort wird unter anderem ein Zimmer für die Integrative Förderung installiert. Die Gesamtkosten beziffert die Stadt Thun auf rund 972'000 Franken. Ausgeführt werden sollen die Arbeiten im ersten bis dritten Quartal 2027.
- Warum jetzt: Schutzraum fällt weg, dadurch zusätzlicher Platz verfügbar
- Was gebaut wird: geschlechtergetrennte Garderoben und Duschen; zusätzlicher Förderraum
- Kosten und Zeitraum: rund 972'000 Franken; Ausführung 1.–3. Quartal 2027
Einbettung in das grössere Erweiterungsprojekt
Die kurzfristigen Massnahmen sind laut Stadt Teil eines grösseren Vorhabens: Geplant ist eine umfassende Erweiterung der Schulanlage inklusive einer Doppelsporthalle, deren Kosten auf rund 30 Millionen Franken veranschlagt sind. Das Vorprojekt für die Erweiterung ist abgeschlossen. Die Stadt rechnet damit, dass die Volksabstimmung über den Ausführungskredit mitte 2027 stattfinden wird.
Der vorgesehene Baustart für das Gesamtprojekt könnte im Frühling 2028 erfolgen; dies würde einige Monate später liegen als ursprünglich geplant. Als Grund nennt die Verwaltung begrenzte Ressourcen: Man könne nicht alle Schulprojekte parallel durchführen. Für die Schulanlage Neufeld ist ein gestaffelter Bezug vorgesehen: Voraussichtlich wird zuerst das neue Schulgebäude bezogen (2030), die Doppelsporthalle dürfte dann 2031 folgen.
Kontext in der städtischen Schulinfrastruktur
Die Stadt verweist darauf, dass derzeit auch an anderen Grossprojekten gearbeitet wird, namentlich an den Schulen Strättligen und Lerchenfeld. Zu letzterem läuft eine Abstimmung am 27. September. Die Verzögerung beim Start der Neufeld-Erweiterung steht demnach im Zusammenhang mit der Koordination dieser Projekte.
| Position | Angabe |
|---|---|
| Kurzfristige Ausbaukosten | ~972'000 CHF |
| Gesamtkosten Erweiterungsprojekt | ~30 Mio. CHF |
| Ausführungszeitraum kurzfristig | 1.–3. Quartal 2027 |
| Geplanter Baustart Gesamtprojekt | Frühling 2028 |
| Gestaffelter Bezug | Schulgebäude 2030, Doppelsporthalle 2031 |
Für Eltern, Lehrpersonen und Vereinsverantwortliche bedeutet der Ausbau vor allem: verbesserte Umkleide- und Duschbedingungen bei gemeinsamen Sportanlässen und zusätzliche Raumkapazität für die integrative Förderung. Kurzfristig sollen damit organisatorische Engpässe vermindert werden. Langfristig wird die Frage der Finanzierung und der Bauphasen durch die bevorstehende Volksabstimmung und die Koordination mit anderen Schulprojekten die nächsten Etappen bestimmen.
Die Stadt betont, die aktuellen Massnahmen seien von Anfang an im Sinne einer Ergänzung des umfassenderen Erweiterungsprojekts geplant worden. Mitte 2027 dürfte daher klarer sein, ob und in welchem Umfang die geplante Gesamtinvestition genehmigt wird.