Schwerpunktkontrollen im Juni: Fokus auf schnelle, stadttaugliche Verkehrsmittel
Im Rahmen des Schwerpunktes „Urbane Mobilität“ hat die Kantonspolizei Bern zwischen dem 1. und 28. Juni 2026 in Städten und Agglomerationen des Kantons gezielte Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei standen E-Bike-, Velo- und E-Trottinett-Lenkende im Vordergrund. Insgesamt meldet die Polizei 650 Verstösse, die während dieser Aktion festgestellt wurden.
Die Kontrollen folgen auf präventive Aktionen, die bereits im Frühling 2026 umgesetzt wurden. Ziel der Polizei ist einerseits, sichtbare Gefährdungen im innerstädtischen Verkehr zu reduzieren, andererseits das Bewusstsein für geltende Vorschriften bei neueren Verkehrsmitteln zu stärken.
Welche Verstösse am häufigsten vorkamen
Die Polizei veröffentlichte eine Aufschlüsselung der festgestellten Übertretungen. Die häufigsten Fälle betrafen Licht- und Signalverstösse sowie Geschwindigkeitsüberschreitungen.
- 440 Verstösse wegen Nichtbeachtens eines Lichtsignals
- 85 Verstösse wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit
- 40 Verstösse wegen Nichtbeachtens von Vorschriftssignalen
- 31 Verstösse wegen Fahrens ohne Licht
- 16 Verstösse wegen unerlaubtem Befahren des Trottoirs
- 16 Verstösse wegen Telefonierens ohne Freisprecheinrichtung
| Verstossart | Anzahl |
|---|---|
| Nichtbeachten eines Lichtsignals | 440 |
| Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit | 85 |
| Nichtbeachten von Vorschriftssignalen | 40 |
| Fahren ohne Licht | 31 |
| Unerlaubtes Befahren des Trottoirs | 16 |
| Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung | 16 |
Konsequenzen und Zielgruppen
Gemäss Mitteilung wurden die betroffenen Personen jeweils mit einer Ordnungsbusse belangt. Zusätzlich wurden 88 Verkehrsteilnehmende unter 15 Jahren zum Verkehrsunterricht aufgeboten. Solche Aufgebote sind als präventive Massnahme gedacht, insbesondere bei jungen Verkehrsteilnehmenden, die mit E-Bikes und E-Trottinetts zunehmend früh im Strassenverkehr unterwegs sind.
Für die Bevölkerung in Bern und der Agglomeration bedeutet dies konkret: Wer innerstädtisch unterwegs ist — ob mit klassischem Velo, elektrisch unterstütztem Fahrrad oder Trottinett — muss sich an Licht- und Signalvorschriften halten. Verstösse können Bussen und in bestimmten Fällen weitergehende Massnahmen nach sich ziehen.
Ausblick: Polizei kündigt weitere Aktionen an
Die Kantonspolizei Bern kündigt an, den Schwerpunkt „Urbane Mobilität“ fortzusetzen und weiterhin sowohl präventive als auch repressiv wirkende Kontrollen durchzuführen. Für Pendelnde, Eltern und Freizeitvelofahrende bedeutet das: Die Präsenz von Polizei und Kontrollen in den Städten dürfte auch in den kommenden Monaten bestehen bleiben.
Konkrete Änderungen der Regeln wurden nicht angekündigt; die Massnahmen zielen primär auf Durchsetzung bestehender Vorschriften und Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmenden.