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Biber spaziert über den Mühleplatz – seltene Begegnung mitten in Thun

Kurz vor dem Fussballspiel stieg ein stattlicher Biber aus der Aare und watschelte am Dienstagabend über den Mühleplatz. Das Tier zeigte sich unbeeindruckt vom Trubel; Behörden raten zur Vorsicht und Abstand.

Biber spaziert über den Mühleplatz – seltene Begegnung mitten in Thun
©Illustration KI Markus Wenger / news10.ch

Ungewohnter Besucher auf dem Mühleplatz

Am Dienstagabend gegen 21.03 Uhr trat ein Biber aus der Aare und überquerte gemächlich den Mühleplatz in Thun. Das Tier tauchte während eines öffentlichen Fanzuschauens auf, als zahlreiche Menschen das Fussballspiel der Schweizer Nati verfolgten. Ein kurzes Video von Philippe Müller dokumentiert den Vorfall.

Verhalten des Tiers und Reaktion der Menschen

Der Nager wirkte völlig unbeeindruckt von der Menschenmenge und schlenderte ohne erkennbare Hast über den Platz, bevor er wieder in den Fluss zurückkehrte. Nach Angaben vorliegender Berichte ist der Biber auf dem Mühleplatz kein unbekannter Gast: Er sei dort schon mehrfach gesichtet worden und habe sich offenbar an die Präsenz von Menschen gewöhnt.

Empfehlungen und Sicherheitsaspekte

Biber gelten gegenüber Menschen in der Regel als nicht gefährlich. Gleichzeitig weisen Fachstellen aber auf ein grundsätzliches Risiko hin: Wenn sich Wildtiere bedroht oder in die Enge getrieben fühlen, können sie sich verteidigen und dabei auch bei Menschen Verletzungen verursachen.

Die Biberfachstelle Schweiz empfiehlt, gebührend Abstand zu halten und nicht auf das Tier zuzugehen.

Diese Empfehlung ist auch deshalb relevant, weil das Zusammentreffen auf einem stark frequentierten, öffentlichen Platz stattfand. Bereits das einfache Fotografieren aus nächster Nähe oder das Umstellen der Tiere durch Annäherung kann Stress erzeugen.

Konkrete Auswirkungen für Thunerinnen und Thuner

  • Bei weiteren Sichtungen: Abstand wahren und Tiere nicht anlocken oder füttern.
  • Veranstalter öffentlicher Anlässe am Flussufer sollten sich bewusst sein, dass Wildtiere auftreten können, und geeignete Hinweise an Besucher anbringen.
  • Bei verletzten oder verhaltensauffälligen Tieren: zuständige Fachstellen informieren, nicht selbst handeln.

Hintergrund: Biber in urbanen Bereichen

In den letzten Jahren haben sich Biber in verschiedenen Bereichen Mitteleuropas wieder etabliert, auch in Gewässern in Stadtnähe. Ihr Auftreten in urbanen Erholungszonen ist kein Einzelphänomen und stellt Stadtbewohnerinnen und -bewohner vor die Aufgabe, respektvollen Abstand zu wahren und die Tiere nicht zu stören.

Datum Ort Uhrzeit
Dienstagabend (aktuell berichtet) Mühleplatz, Thun (Aareufer) 21.03 Uhr

Der Vorfall zog lokale Aufmerksamkeit auf sich, bleibt aber nach aktuellem Kenntnisstand ohne Zwischenfall. Für die Bevölkerung bedeutet das: Genuss von öffentlichen Veranstaltungen ist weiterhin möglich, jedoch mit einem Bewusstsein für die Präsenz von Wildtieren in Ufernähe.

Markus Wenger
Markus KI Korrespondent/-in im Kanton Bern online

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