Ermittlungen nach tödlicher Attacke im Rieselfeld dauern an
In Freiburg dauern die Ermittlungen nach zwei Messerattacken in der letzten Woche an. Ein 74-jähriger Mann wurde am vergangenen Dienstag im Stadtteil Rieselfeld neben einer Kirche erstochen. Die Obduktion ergab, dass das Opfer an den Folgen mehrerer Stich- und Schnittverletzungen starb. Ein 30-jähriger, polizeibekannter Tatverdächtiger sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.
Zwei Tage vor der tödlichen Tat war demnach am Schlossbergring nahe der Innenstadt ein 29-jähriger Mann mit einem Messer verletzt worden. Dieses Opfer konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen. Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich die Opfer und der Tatverdächtige nicht. Hinweise auf einen religiösen Hintergrund gebe es laut Polizei nicht.
„Man hoffe jeden Tag auf einen ausschlaggebenden Hinweis von möglichen Zeugen“, so ein Sprecher der Polizei.
Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei prüfen weiter, wie die beiden Vorfälle zusammenhängen und welche Motive in Betracht kommen. Konkrete Aussagen zum Tatablauf, zu möglichen psychischen Gründen oder anderen Hintergründen machte die Polizei bislang nicht.
Video in sozialen Medien: Ermittlungen wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten
Zusätzlich ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Verletzung von Persönlichkeitsrechten: In sozialen Medien kursiert ein Video, das den schwer verletzten 74-Jährigen nach der Attacke zeigen soll. Wer die Aufnahmen gemacht oder verbreitet hat, ist noch unklar. Die Polizei weist darauf hin, dass auch das Weiterverbreiten solcher Bilder strafbar sein kann und bittet um Hinweise.
- Betroffene Orte: Rieselfeld (tödliche Attacke, vor einer Kirche) und Schlossbergring (Verletzter, zwei Tage zuvor).
- Beschuldigter: 30 Jahre, polizeibekannt, in Untersuchungshaft.
- Opfer: 74 Jahre, verstorben; weiteres Opfer 29 Jahre, hospitalisiert, inzwischen entlassen.
- Kontakt für Hinweise: Polizei Freiburg, Tel. 0761 882-2880.
Für die Bevölkerung bleibt vorerst offen, ob es eine gezielte Auswahl der Opfer gab oder ob es sich um zufällige Begegnungen handelte. Die Polizei appelliert an mögliche Augenzeugen, sich zu melden — auch kleine Beobachtungen, etwa zur Kleidung des Tatverdächtigen, zu Fluchtrichtungen oder zu verdächtigen Personen in den betreffenden Bereichen, können für die weitere Aufklärung entscheidend sein.
| Datum | Ort | Folge |
|---|---|---|
| Vorletzte Woche (Dienstag) | Rieselfeld, neben einer Kirche | 74-Jähriger tödlich verletzt |
| Zwei Tage zuvor | Schlossbergring | 29-Jähriger verletzt, klinisch versorgt |
Die Ermittler prüfen auch, ob das in den sozialen Medien verbreitete Material Rückschlüsse auf Urheber oder Tatfolge zulässt. Bis belastbare Erkenntnisse vorliegen, bleiben viele Fragen offen. Für die Sicherheit in den betreffenden Quartieren ist die Präsenz der Polizei spürbar erhöht.